Schutzmasken

Information über die Wirksamkeit von Atemschutzmasken und die Unterschiede der einzelnen Fabrikate

Bei allen Masken handelt sich um Partikelfilter, d.h. der Schutz besteht im wesentlichen aus der Dichtigkeit (Vermeidung einer Leckage) und der Filtrationswirkung des Maskenmaterials. Die Grundüberlegung ist, dass Viren, gebunden im Wasser (Tröpfchen) am Partikelfilter hängen bleiben. Diese Annahme gilt jedoch nur, solange noch keine Sedimentation stattgefunden hat. Der Virenkern ohne Wasserhülle ist sehr viel kleiner als ein Tröpfen und kann theoretisch einen Partikelfilter überwinden.

Keine der marktüblichen „Filtering Face Pieces“ (FFP) garantiert das hundertprozentige Zurückhalten von Bioaerosolen. Dies liesse sich nur mit umluftunabhängigen Atemschutzgeräten gewährleisten – durch keine Leckage und zugeführte saubere Atemluft.

Die Unterschiede partikelfiltrierender Halbmasken (FFP) ergeben sich aus der Gesamtleckage: FFP1 max. 22%, FFP2 max. 8% und FFP3 max. 2%. Vor diesem Hintergrund sind auch die Empfehlungen zu sehen, die je nach Gefährdung das Tragen von Atemschutzmasken der Klassen 1 bis 3 empfehlen. Im Mittelpunkt der Überlegungen stehen dabei die Partikelkonzentration in der Umgebung, die Gefährlichkeit des Erregers und die Infektionsdosis. Partikelfilter könnten, zumindest theoretisch, wirksam sein. In der Theorie deshalb, weil bis heute keine mikrobiologische Prüfmethode etabliert ist, die eine generelle Aussage zum Infektionsschutz erlaubt.

Neben den in unseren Breitengraden bekannten Maskentypen MSN, FFP1/2/3 gibt es noch andere Standards. So z. B. ist der N95 (United States NIOSH-42CFR84) eine Kennzeichnung von verkehrsfähigen Masken aus den USA und Kanada. Der Standard N95 entspricht im Wesentlichen den Anforderungen an FFP2-Masken. Das selbe gilt für die Standards P2 (Australia/New Zealand AS/NZA 1716-2012), DS (Japan JMHLW-Notification 214, 2018) und KN95 (China GB 2626-2006 und GB 19083-2010).

Stand: 15.04.2020

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