23. Türchen

Warum ist das Thema betriebliches Gesundheitsmanagement eigentlich wichtig?

In vielen ländlichen Regionen erreichen wir die Grenzen der Versorgungssicherheit. Teams sind überlastet, Mitarbeiter brennen aus, Krankheitsraten nehmen zu. Der Beruf der Pflege und auch viele andere soziale Berufe gelten als belastend und daher manchmal nicht attraktiv.

Über betriebliches Gesundheitsmanagement kann die Organisation viel für ihre Arbeitgeberattraktivität tun, damit Mitarbeitende gesund bleiben können. Dies reduziert Krankheitskosten und verbessert das Image auf dem Arbeitsmarkt. Eine gesunde Organisation mit gesunden Mitarbeitern bleibt langfristig leistungsfähig und stabil.

von André Peters, Diakonie Baden e.V.

21. Türchen

Was hat GeNUSs vor, welche Ziele sollen mit dem Projekt erreicht werden?

GeNUSs möchte auf die vorhandene Kulturentwicklung in Belev hin zu einer gesundheitsfördernden Haltung von Mitarbeitenden aufbauen. Nun soll der nächste Schritt stattfinden.

Aus einzelnen Maßnahmen der Gesundheitsförderung soll ein ganzheitliches Konzept werden. In diesem Management-System sollen Gesundheits-Maßnahmen geplant, durchgeführt, evaluiert und weiterentwickelt werden. Neben einer Zielkonzeption sind interne Strukturen zur BGM-Steuerung aufzubauen. Über Kennzahlen wird der Erfolg gemessen.

Gerade kleine und mittlere Unternehmen tun sich schwer, im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Es fehlt eine explizite Expertise und BGM ist ein Thema, welches Heim- oder Pflegedienstleitung oder Kita-Leitung nebenbei mitmachen sollen. Über den Verbund im Projekt GeNUss ist eine wechselseitige Unterstützung und Hilfestellung möglich.

von André Peters, Diakonie Baden e.V.

20. Türchen

Was bedeutet GeNUSs?

GeNUSs ist das Nachfolgeprojekt von Belev und steht für Gesundheitsnetzwerk für Unternehmen der Sozialwirtschaft.

Es baut auf den Erfahrungen des Projekts Belev auf und geht einen Schritt weiter. Im Projekt GeNUSs werden kleine und mittlere Unternehmen der Sozialwirtschaft dabei unterstützt, betriebliches Gesundheitsmanagement in der eigenen Organisation einzuführen. Dazu können sie einen BGM-Koordinator ausbilden und in ihrer Einrichtung eine BGM-Beratung durchführen. Als zweite Option besteht die Möglichkeit, Vertiefungsseminare zu einzelnen Themen durchzuführen und schließlich gibt es offene Trainings zu verschiedenen Themen des Gesundheitsmanagements. Im Projekt GeNUSs entsteht eine BGM-Service- und Vernetzungsstelle, die Anlaufstation für Rückfragen zum Thema BGM ist. Publikationen, Tools und Know-How werden auf dem Portal „Gesund aber sicher“ veröffentlicht, so dass jede Einrichtung auf das Know-How zurückgreifen kann.

Die Bewerbungsformulare finden Sie unter „Gesund aber sicher“, Einsendeschluss ist der 15. Januar 2020 und am 22. Januar wollen wir uns zum Kick off in Karlsruhe treffen.

von André Peters, Diakonie Baden e.V.

19. Türchen

Gesundes Arbeiten – Statements aus den Einrichtungen

Dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Arbeitsbelastung reduzieren, das soll mit Hilfe der BELEV-Befragung zum Gesunden Arbeiten gestalten, gelingen. Die Mitarbeiter sollen beteiligt sein und sich damit identifizieren. Auch die psychische Gefährdung spielt dabei eine große Rolle.

Dorothee Schad, die Zieglerschen, erklärt die Inhalten und Tools für den Prozess hierfür. Die Belev-Befragung ermöglicht eine transpartene Kommunikation und ist gleichzeitig sehr alltagsnahe.

18. Türchen

Gesundes Arbeiten – Statements aus den Einrichtungen

Die wichtigsten Meilensteine waren bei Annette Gick-Kolb und Thomas Nehr, Krankenpflegeverein Schmiden-Oeffingen e.V., die BELEV-Mitarbeiterbefragung, welche auch eine hohe Beteiligung verzeichnen konnte.

Es wurden mehr Vollzeitstellen geschaffen, ein Konzept zum Gesunden Arbeiten entwickelt und die Fehlstunden haben sich um 400 Stunden verringert. Außerdem werden Weiterbildungsmaßnahmen gefördert und die Wertschätzung unter den Mitarbeitern hat deutlich zugenommen.

17. Türchen

Gesundes Arbeiten – Statements aus den Einrichtungen

Eine Gesundheitskultur wurde bei Inge Singler-Stückemann und Andreas Fritz, Evangelische Jugendhilfe Freiburg-Zähringen, entwickelt. Bei diesem Prozess wurde zusammengetragen, was schon alles in der Einrichtung gemacht wird und dies in ein Gesundheitskonzept übertragen. Die Mitarbeiter wurden mit einbezogen und konnten eigene Ideen und Wünsche mit einbringen.

Wichtige Erkenntnisse waren, dass Gesundheitskultur nicht nur eine Aufgabe der Einrichtungsleitung ist, sondern auch in der Verantwortung jedes einzelnen Mitarbeiters liegt. Es wurden Flyer und Ratgeber entwickelt, Pausenschilder eingeführt und jeder Mitarbeiter wurde mit ins Boot geholt. Auf humorvolle Art wurde sich dem Thema Burnout gewidmet. Hier wurden 100 Weg zu deinem Bunrout als Ratgeber entwickelt.

16. Türchen

Gesundes Arbeiten – Statements aus den Einrichtungen

Arbeitssituationsanalysen waren für Johannes Sackmann und Inge Boitz-Gläßel, Evangelische Sozialstation Freiburg im Breisgau e.V., ein wichtiger Meilenstein. Alle Mitarbeiter werden bei der Entwicklung von Maßnahmen mit einbezogen, auch Schüler*innen, damit für sie Gesundheit schon in der Ausbildung ein wichtiges Thema ist.

Maßnahmen wurden zusammen mit den Mitarbeitern erarbeitet und sind damit auch maßgeschneidert. Wichtig hierbei ist, dass alle Ebenen mit dabei sind, Leitungs- und Führungskräfte, sowie Fachkräfte und Helfer.

14. Türchen

Gesundes Arbeiten – Statements aus den Einrichtungen

Die wichtigsten Meilensteine beim gesunden Arbeiten waren für Max Winkler und Jolanthe Schielek, Bodelschwingh Heim, die Gründung der Steuerungsgruppe, die Mitarbeiterbefragung und die Anpassung an Gesundheitsangebote.

Es wurden zusätzliche bezahlte Pausen eingeführt, die von Fachleuten begleitet werden und bei den Mitarbeitenden großen Anklang finden. Eine wichtige Erkenntnis ist auch, dass Betriebliches Gesundheitsmanagement nicht einfach nebenbei betrieben wird – es braucht zeitliche Ressourcen, Mitarbeiter, die mitmachen wollen und eine Geschäftsleitung, die dahinter steht.

13. Türchen

Gesundes Arbeiten – Statements aus den Einrichtungen

Das gegenseitig Vertrauen der Mitarbeiter wurde bei Petra Rieth und  Ludger Schmitt, Seniorenzentrum Sonnhalde, gestärkt und die Kommunikationskultur wurde neu kreiert. Die wertschätzende Kommunikation im Alltag wurde etabliert und Mitarbeiter wurden dafür begeistert.

Die Mitarbeiter bringen sich mehr ein und fühlen sich wertgeschätzt, das zeigt auch die erhöhte Teilnahme der Mitarbeiter an freiwilligen Feiern. Hier zeigt sich, wie wichtig offene und wertschätzende Kommunikation miteinander ist.

12. Türchen

Gesundes Arbeiten – Statements aus den Einrichtungen

Viele Erkenntnisse haben Andrea Lutz und Klaus Herberts, Diakoniestation Neuenbürg/ Engelsbrand, durch BELEV 2.0 bekommen. Oft sind es nicht die konkreten Maßnahmen sondern die Arbeit an der eigenen Haltung und der Haltung der Mitarbeitenden. Der Fokus sollte auch immer auf den Dingen liegen, die gut laufen und nicht auf den Dingen, die noch besser werden können.

Auch bei der Teamentwicklung wurde viel verbessert und verändert. Das Betriebsklima hat sich nachhaltig verbessert und auch Bewerber spüren das, so wirkt sich dies auch die Fachkräftesicherung positiv aus. Ebenso geben Kunden viel positives Feedback.