Kultur(en) und Werte: was uns trägt und stärkt!

Interview mit Frau Dr. Christine Böhmig zum Gesunden Arbeiten

Neues Jahr, neue Themen?

Viele Menschen nehmen sich zu Jahresbeginn Veränderungen vor: weniger rauchen, mehr Sport, freundlicher kommunizieren, Erholung einplanen, sowieso weniger planen usw.

Wie lange halten solche Vorsätze? Was bleibt und uns immer wieder beschäftigt, erfreut und neu herausfordert, sind unsere Kulturen und Verschiedenheiten.

Mal heißt es „interkulturelle Öffnung“, dann „diversity management“, oder „Sensibilität für Verschiedenheit“.

Worum es geht? Immer wieder erkennen, wer Ich bin, Neugier am Du, Gestaltung des Wir.

Dazu gehört das Aushalten der Verschiedenheit, Vermeiden der Abwertung meines_r Gegenüber, Freude an gelingendem Miteinander und vielleicht sogar ein Schmunzeln, wenn mal was schiefgeht. Denn: Das versehentliche Stolpern von gestern formt die Anekdote von morgen.

Kick-Off-Veranstaltung des Projekts Gesundheits-Netzwerk für Unternehmen der Sozialwirtschaft (GeNUSs)

Sie haben einen Fachkräftemangel? Ihre Mitarbeitenden fallen krankheitsbedingt aus oder klagen über zu hohe Belastungen?

Dann ist das Projekt „GeNUSs—Gesundheits-Netzwerk für Unternehmen der Sozialwirtschaft“ eine ideale Möglichkeit, um sich dem Thema neu zu stellen und innovative Lösungsansätze zu erarbeiten!

Mit Blick auf Ihre Ressourcen, Kapazitäten und Strukturen unterstützen wir Sie dabei, ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) einzuführen und umzusetzen. Dieses hilft Ihnen, Ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen, Krankheitsausfälle und Personalfluktuationen zu reduzieren.

Sie sind neugierig geworden? Dann melden Sie sich für unsere Kick-Off-Veranstaltung am 22.1.2020 in Pforzheim an! Wir holen Sie dort ab, wo sie stehen: Bei Ihren dringlichsten Herausforderungen. Im Rahmen der Veranstaltung möchten wir diese gerne mit Ihnen besprechen, neue Wege aufzeigen und eine optimale Projektbeteiligung mit Ihnen diskutieren.

Das „GeNUSs“-Projekt bietet Ihnen:

▪ Qualifizierungen und bedarfsorientierte Beratung zu gesunden Arbeiten in gesunden Organisationen

▪ Praxisnahe Konzepte und Informationen zu Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM)

▪ Fachaustauch zu BGM mit kleinen und mittleren Betrieben in vergleichbarer Situation

Den genauen Ablauf können Sie hier abrufen.

Zielgruppe des Projekts: Kleine und mittlere Unternehmen der baden-württembergischen Sozialwirtschaft (d.h. Betriebe der Pflege-, Sozial- und Gesundheitswirtschaft).

Hier finden Sie die Ausschreibung.

von Katja S. Vonhoff

Agiles BGM – Ausblick auf Barcamps und Gesundheitslabs

Warum soll plötzlich alles agil werden? Nur, weil es modern ist?

Viele begegnen der agilen Welt mit Skepsis. Schon wieder eine neue Mode, ein Trend, dem wir hinterherlaufen? Trotzdem steckt einiges Nützliches drin. Die agile Arbeitsweise ist sehr orientiert an Bedarfen. Sie stellt den Kunden in den Mittelpunkt und arbeitet mit Sprints und kurzen Zyklen. So kann man schneller aus Fehlern lernen und nachsteuern.

Für die Teilnehmenden gibt es die Möglichkeit, sich selber einzubringen und eigene Probleme zu lösen. Viel weniger Input und konkrete Unterstützung in den Sorgen und Nöten des Alltags. So wird fährt man von einer Veranstaltung mit weniger Problemen nach Hause und nicht einem neuen Berg an Aufgaben.

Übrigens, dass nächste Barcamp Lösungskunst ist am 30.4.2020 in Karlsruhe. Wir freuen uns auf Sie.

von André Peters, Diakonie Baden e.V.

19. Türchen

Gesundes Arbeiten – Statements aus den Einrichtungen

© pixabay, rawpixel

Dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Arbeitsbelastung reduzieren, das soll mit Hilfe der BELEV-Befragung zum Gesunden Arbeiten gestalten, gelingen. Die Mitarbeiter sollen beteiligt sein und sich damit identifizieren. Auch die psychische Gefährdung spielt dabei eine große Rolle.

Dorothee Schad, die Zieglerschen, erklärt die Inhalten und Tools für den Prozess hierfür. Die Belev-Befragung ermöglicht eine transpartene Kommunikation und ist gleichzeitig sehr alltagsnahe.

18. Türchen

Gesundes Arbeiten – Statements aus den Einrichtungen

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Die wichtigsten Meilensteine waren bei Annette Gick-Kolb und Thomas Nehr, Krankenpflegeverein Schmiden-Oeffingen e.V., die BELEV-Mitarbeiterbefragung, welche auch eine hohe Beteiligung verzeichnen konnte.

Es wurden mehr Vollzeitstellen geschaffen, ein Konzept zum Gesunden Arbeiten entwickelt und die Fehlstunden haben sich um 400 Stunden verringert. Außerdem werden Weiterbildungsmaßnahmen gefördert und die Wertschätzung unter den Mitarbeitern hat deutlich zugenommen.

17. Türchen

Gesundes Arbeiten – Statements aus den Einrichtungen

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Eine Gesundheitskultur wurde bei Inge Singler-Stückemann und Andreas Fritz, Evangelische Jugendhilfe Freiburg-Zähringen, entwickelt. Bei diesem Prozess wurde zusammengetragen, was schon alles in der Einrichtung gemacht wird und dies in ein Gesundheitskonzept übertragen. Die Mitarbeiter wurden mit einbezogen und konnten eigene Ideen und Wünsche mit einbringen.

Wichtige Erkenntnisse waren, dass Gesundheitskultur nicht nur eine Aufgabe der Einrichtungsleitung ist, sondern auch in der Verantwortung jedes einzelnen Mitarbeiters liegt. Es wurden Flyer und Ratgeber entwickelt, Pausenschilder eingeführt und jeder Mitarbeiter wurde mit ins Boot geholt. Auf humorvolle Art wurde sich dem Thema Burnout gewidmet. Hier wurden 100 Weg zu deinem Bunrout als Ratgeber entwickelt.

16. Türchen

Gesundes Arbeiten – Statements aus den Einrichtungen

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Arbeitssituationsanalysen waren für Johannes Sackmann und Inge Boitz-Gläßel, Evangelische Sozialstation Freiburg im Breisgau e.V., ein wichtiger Meilenstein. Alle Mitarbeiter werden bei der Entwicklung von Maßnahmen mit einbezogen, auch Schüler*innen, damit für sie Gesundheit schon in der Ausbildung ein wichtiges Thema ist.

Maßnahmen wurden zusammen mit den Mitarbeitern erarbeitet und sind damit auch maßgeschneidert. Wichtig hierbei ist, dass alle Ebenen mit dabei sind, Leitungs- und Führungskräfte, sowie Fachkräfte und Helfer.

14. Türchen

Gesundes Arbeiten – Statements aus den Einrichtungen

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Die wichtigsten Meilensteine beim gesunden Arbeiten waren für Max Winkler und Jolanthe Schielek, Bodelschwingh Heim, die Gründung der Steuerungsgruppe, die Mitarbeiterbefragung und die Anpassung an Gesundheitsangebote.

Es wurden zusätzliche bezahlte Pausen eingeführt, die von Fachleuten begleitet werden und bei den Mitarbeitenden großen Anklang finden. Eine wichtige Erkenntnis ist auch, dass Betriebliches Gesundheitsmanagement nicht einfach nebenbei betrieben wird – es braucht zeitliche Ressourcen, Mitarbeiter, die mitmachen wollen und eine Geschäftsleitung, die dahinter steht.

13. Türchen

Gesundes Arbeiten – Statements aus den Einrichtungen

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Das gegenseitig Vertrauen der Mitarbeiter wurde bei Petra Rieth und  Ludger Schmitt, Seniorenzentrum Sonnhalde, gestärkt und die Kommunikationskultur wurde neu kreiert. Die wertschätzende Kommunikation im Alltag wurde etabliert und Mitarbeiter wurden dafür begeistert.

Die Mitarbeiter bringen sich mehr ein und fühlen sich wertgeschätzt, das zeigt auch die erhöhte Teilnahme der Mitarbeiter an freiwilligen Feiern. Hier zeigt sich, wie wichtig offene und wertschätzende Kommunikation miteinander ist.

12. Türchen

Gesundes Arbeiten – Statements aus den Einrichtungen

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Viele Erkenntnisse haben Andrea Lutz und Klaus Herberts, Diakoniestation Neuenbürg/ Engelsbrand, durch BELEV 2.0 bekommen. Oft sind es nicht die konkreten Maßnahmen sondern die Arbeit an der eigenen Haltung und der Haltung der Mitarbeitenden. Der Fokus sollte auch immer auf den Dingen liegen, die gut laufen und nicht auf den Dingen, die noch besser werden können.

Auch bei der Teamentwicklung wurde viel verbessert und verändert. Das Betriebsklima hat sich nachhaltig verbessert und auch Bewerber spüren das, so wirkt sich dies auch die Fachkräftesicherung positiv aus. Ebenso geben Kunden viel positives Feedback.