Was man zu schätzen weiß

Eine Kurzgeschichte über die eigene Sichtweise

Heute haben wir wieder eine Kurzgeschichte für Sie, die Sie zum Nachdenken anregen soll. Sie stammt von Anthony de Mello: Eine Minute Weisheit.

Ein Mann kam völlig aufgebracht zum Meister: “Ich brauche dringend Hilfe – sonst werde ich noch verrückt! Meine Frau und ich leben mit unseren Kindern und den Schwiegereltern in einem einzigen Raum. Wir sind mit unseren Nerven am Ende, wir brüllen uns an und schreien. Es ist die Hölle.”
“Versprichst du, alles zu tun, was ich dir sage?” fragte der Meister den Mann.
“Ich schwöre, ich werde alles tun, was du mir sagst.”
“Gut,” sprach der Meister “wie viele Haustiere hast du?”
“Eine Kuh, eine Ziege und sechs Küken.”
“Nun nimm sie alle zu dir ins Zimmer. Dann komm’ in einer Woche wieder.”
Der Mann war entsetzt. Aber er hatte ja versprochen, zu gehorchen. Also nahm er die Tiere mit ins Haus. Eine Woche später kam er wieder, ein Bild des Jammers. “Ich ein nervöses Wrack. Der Schmutz! Der Gestank! Der Lärm! Wir sind alle am Rande des Wahnsinns!” rief er, als er den Meister sah.
“Geh nach Hause”, sagte der Meister, “und bring’ die Tiere wieder nach draußen.”
Der Mann rannte den ganzen Heimweg. Und er kam am nächsten Tag wieder zum Meister. “Wie schön ist das Leben! Die Tiere sind draußen. Die Wohnung ist ein Paradies – so ruhig und sauber und so viel Platz!”

Anthony de Mello: Eine Minute Weisheit

Hier können Sie das Buch „Eine Minute Weisheit von Anthony de Mello kaufen.

Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, dass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist.
Hebräer 11,3

Achtsamkeit – Die Kraft der Gegenwart

Eine kleine Übung für mehr Achtsamkeit im Alltag

Jeder spricht über Achtsamkeit. Achtsamkeit bedeutet, im Hier und Jetzt zu sein, präsent zu sein und wahrzunehmen ohne zu beurteilen.

Achten Sie mal darauf, wann Sie präsent sind. Ertappen Sie sich dabei, nicht präsent zu sein, ist dies der erste Schritt zur Besserung. Der Ursprung von vielem, was uns Probleme bereitet, liegt oft im Nicht-Präsentsein. Wenn wir nicht präsent sind, sind wir vollständig mit unserem Verstand identifiziert. Dann denken wir nach – über die Vergangenheit oder Zukunft. Man kann nicht über den gegenwärtigen Moment nachdenken.

Eine hilfreiche Übung, um wieder im Jetzt zu landen kann es sein, einfach etwas wahrzunehmen, was schon die ganze Zeit da war, Sie aber nicht wahrgenommen haben. Ihre rechte Schulter zum Beispiel, ein Licht, ein Geräusch – irgendetwas das da war, aber nicht Ihre Aufmerksamkeit hatte. Dadurch landen wir wieder im Jetzt. Wenn Sie Ihre Aufmerksamkeit auf etwas lenken, was gerade jetzt ist, landen Sie im Jetzt – bis Sie wieder anfangen zu denken.

Es geht nicht darum, nicht mehr zu denken – wir sind gesegnet, dass wir einen Verstand haben. Allerdings sollten wir ihn auch nutzen und nicht zulassen, dass unser Verstand uns steuert.  

Herr Eckhart Tolle hat ein tolles Buch zum Thema Achtsamkeit geschrieben: „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart„. Lassen Sie sich inspirieren. Hier finden Sie das Buch.

Arbeitsschutz in 6 Schritten

Das Wichtigste in Kürze – der Arbeitsschutz-Kompass für kleine Unternehmen

Arbeitsschutz im Unternehmen ist ein wichtiges Thema, aber die gesetzlichen Anforderungen an den Arbeitsschutz stellen für viele kleine und mittelständische Unternehmen eine fast unlösbare Aufgabe dar.

Den Einstieg in gesetzliche Arbeitsschutzanforderungen möchte das
Taschenbuch „Arbeitsschutz in 6 Schritten – Das Wichtigste in Kürze – der Arbeitsschutz-Kompass für kleine Unternehmen“ von Oliver Nöltner erleichtern und Lösungen anbieten.

In der Broschüre wird das Wesentliche in den Vordergrund gestellt, damit Sie sich auf die Kernfragen konzentrieren können und nicht im Dschungel des Arbeitsschutzes die Übersicht verlieren.

Sie erhalten dort einen Überblick über die Grundpflichten für Unternehmer, Führungskräfte und Mitarbeiter. Denn wirksamer Arbeitsschutz funktioniert nur, wenn Vorgesetze und Mitarbeiter an einem Strang ziehen.

Hier finden Sie das Taschenbuch „Arbeitsschutz in 6 Schritten – Das Wichtigste in Kürze – der Arbeitsschutz-Kompass für kleine Unternehmen“.

Mögen aus jedem Samen, den Du säst,
wunderschöne Blumen werden,
auf dass sich die Farben der Blüten
in Deinen Augen spiegeln und sie Dir
ein Lächeln auf Dein Gesicht zaubern.
Irischer Segenswunsch

Klarheit Journal

Rituale für mehr Ausgeglichenheit

Fast alle Kulturen und Religionen kennen Rituale. Rituale sind wichtig, egal in welchem Alter. Rituale geben uns das Gefühl von Geborgenheit und sie können Gefühle vermitteln, die nicht in Worte gefasst werden können.

©Fotolia: lkunl

Morgenrituale helfen uns, den Tag positiv zu starten und entschlossen und energetisiert uns den Ereignissen des Tages zu stellen. Morgens kann man sich z.B. die Fragen stellen:
Worauf freue ich mich heute? 
Was ist mein Fokus für den Tag? 
Wie will ich heute sein?

Abendrituale sind wichtig für einen erholsamen Schlaf und mehr Energie im Alltag. Ob es die Gute-Nacht-Tasse Tee ist, ein wenig Meditation oder ein abendlicher Spaziergang ist, alle Rituale (wenn sie bewusst ausgeführt werden) helfen uns, abzuschalten und den Tag mit einem guten Gefühl abzuschließen. Fragen Sie sich vor dem Zubettgehen:
Ich habe mich heute gefreut über…? 
Heute ist mir leicht gefallen…? 
Eine Qualität, für die ich mich selbst wertschätze…?

Auch ein schönes Ritual, um mehr Achtsamkeit in das Leben zu integrieren ist ein Reflektionstagebuch. Das Klarheit Journal wurde speziell hierfür entwickelt. Sich jeden Tag etwa 5 Minuten Zeit für sich selbst nehmen und einmal die Woche spezielle Reflektionsübungen zu machen, erweitert unsere Wahrnehmung.

Hier finden Sie das Klarheit Journal.

Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.
1.Samuel 16,7

Ein Guter Plan

Wie das Organisieren leichter fällt

Sie kennen das, man nimmt sich etwas vor, sei es nun beruflich oder privat, man überlegt sich, bis wann das Projekt abgeschlossen sein soll und doch fällt das „dranbleiben“ schwer.

Ein  Vorhaben sollte  strukturiert, geplant und ständig überprüft werden.

Bei der Planung gehen die meisten Menschen immer vom bestmöglichsten Ergebnis aus, Schwierigkeiten und Probleme werden meist nicht einkalkuliert. Dies führt leider oft dazu, dass die Kosten unterschätzt wurden, die Zeitplanung nicht realistisch ist und / oder die geforderte Qualität nicht erbracht werden kann.

Planen Sie daher immer auch Krankheiten, schlechte Tage bzw. Motivationstiefs, Terminänderungen und eventuelle Extrakosten mit ein. Es gibt uns immer ein besseres Gefühl, ein Projekt noch vor der Deadline fertig zu haben und in Ruhe die Dinge angehen zu können, als schon lange vor Projektende Druck und Stress ausstehen zu müssen.

Für das Projektmanagement gibt es verschiedene Tools und Techniken, die alle für große Aufgaben gemacht sind. Wir möchten Ihnen hierfür das Buch „Ein guter Plan“ vorstellen. Das Buch hilft beim Planen und Strukturieren und hilft, die Zielen nicht aus den Augen zu verlieren. Außerdem gibt es tolle Impulse, die für mehr Achtsamkeit und Selbstfürsorge sorgen.

Hier finden Sie das Buch „Ein Guter Plan“ sowie weitere Informationen.

Mögen Zeichen an der Straße
Deines Lebens sein,
die Dir sagen, wohin Du
auf dem Wege bist.
Mögest Du die Kraft haben,
die Richtung zu ändern,
wenn Du die alte Straße
nicht mehr gehen kannst.
Irischer Segenswunsch

23. Türchen

© pixabay, rawpixel

Der traurige kleine Stern und das Wunder

Haben Sie schon daran gedacht die vierte Kerze Ihres Adventskranzes anzuzünden?

Heute haben wir zum vierten Adventssonntag wieder eine Weihnachtsgeschichte für Sie, diesmal von Elke Bräunling „Der traurige kleine Stern und das Wunder“.

Der kleine Stern war traurig. Während seine Sternenfreunde am Himmel miteinander um die Wette funkelten, spähte er immer wieder zur Erde hinab. Was er dort sah, brachte ihn zum Weinen. Dieses Elend überall! Wie konnte er sein helles Funkellicht dem Himmel schenken, wenn es unten auf der Erde an manchen Orten so düster und trübe zuging? Wie konnte er fröhlich sein und strahlend glänzen, wenn ihm schwer ums Herz zumute war und er mit den Tränen kämpfte?

„Ich bin anders als die anderen Sterne“, sagte er. „Mein Licht möchte ich jenen schenken, die im Dunkel der Sorgen durchs Leben gehen. Die traurig sind, arm, krank, verletzt oder heimatlos. Sie, ja, sie brauchen mein Licht mehr als der weite Himmel in all seiner Pracht.“

Sein Blick fiel auf eine Stadt in einem großes, hellen Land. Von allen Seiten suchten Menschen ihren Weg in diese Stadt. Er sah er einen Mann und eine Frau. Auch sie waren Reisende und sie schienen arm zu sein. Die Frau erwartete ein Kind. Müde schleppten sie sich durch die Straßen, aber da war niemand, der sie aufnahm. An allen Türen wurden sie abgewiesen, denn es gab keine Zimmer mehr für arme Reisende. Als sich das junge Paar schließlich am Rande der Stadt in einem dunklen Stall zum Schlaf legte, zerbrach es dem kleinen Stern fast das Herz vor Kummer.
„Licht soll Hoffnung bringen“, murmelte er. „Wenn doch nur ein Wunder geschähe!“
Er schloss die Augen. Wie gerne wäre er in dem Stall bei diesen armen Leuten.

Auf einmal wurde es warm um ihn herum. Der kleine Stern blinzelte. Helles Licht strahlte ihm entgegen und von irgendwoher sang es.
„Wo bin ich?“, murmelte er. „Was ist geschehen?“
Er hörte ein leises Weinen. Dann sah er das Kind. Es lag in einer Krippe.
„Das ist doch der alte Stall!“, murmelte er. „Wie hell es hier ist. Und der Mann und die Frau. Wie glücklich sie sich über die Krippe beugen und dem Kind zulächeln.“
Der kleine Stern war erleichtert. Er fühlte, wie alles in ihm lachte.

„Die Hoffnung“, jubelte er. „Sie ist da.“
Er warf noch einen liebevollen Blick auf das Kind, die Frau und den Mann, flüsterte „Danke“ und beeilte sich, wieder an seinen Platz am Himmel zurückzukehren.

Hier können Sie noch weitere Adventsgeschichten von Elke Bräunling finden.

Gott schenke Dir die nötige Ruhe,
damit Du Dich auf Weihnachten
und die frohe Botschaft
einlassen kannst.
Irischer Segenswunsch

16. Türchen

© pixabay, rawpixel

Die Sterntaler

Heute haben wir wieder ein Märchen für den dritten Adventssonntag. Diesmal ist es „Sterntaler“ von den Gebrüdern Grimm.

Es war einmal ein kleines Mädchen, dem waren Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen, und kein Bettchen mehr hatte, darin zu schlafen, und endlich gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz geschenkt hatte. Es war aber gut und fromm. Und weil es so von aller Welt verlassen war, ging es im Vertrauen auf den lieben Gott hinaus ins Feld. Da begegnete ihm ein armer Mann, der sprach: „Ach, gib mir etwas zu essen, ich bin so hungrig.“ Es reichte ihm das ganze Stückchen Brot und sagte: „Gott segne es dir“ und ging weiter. Da kam ein Kind, das jammerte und sprach: „Es friert mich so an meinem Kopfe, schenk mir etwas, womit ich ihn bedecken kann.“ Da nahm es seine Mütze ab und gab sie ihm.

Und als es noch eine Weile gegangen war, kam wieder ein Kind und hatte kein Leibchen an und fror, da gab es ihm seins; und noch weiter, da bat eins um ein Röcklein, das gab es auch von sich hin. Endlich gelangte es in einen Wald, und es war schon dunkel geworden, da kam noch eins und bat um ein Hemdlein, und das fromme Mädchen dachte: „Es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand, du kannst wohl dein Hemd weggeben“ und zog das Hemd ab und gab es auch noch hin.

Und als es so stand und gar nichts mehr hatte, fielen auf einmal die Sterne vom Himmel, und es waren lauter blanke Taler. Und obwohl es doch sein Hemdlein weggegeben hatte, so hatte es nun ein neues an, und das war vom allerfeinsten Leinen. Da sammelte es sich die Taler hinein und war reich für sein Lebtag.

Hier können Sie das Märchen als Buch erwerben. 

Jesus spricht: Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er’s euch geben.
Johannes 16,23

11. Türchen

© pixabay, rawpixel

Impuls für den Tag

 

Das perfekte Haus

„Ein Einsiedlerkrebs lebte auf dem Meeresboden ganz in der Nähe einer schönen Koralle. Er besaß ein feines Schneckenhaus, in das er sich jederzeit zurückziehen konnte.
Doch eines Tages schien ihm sein Schneckenhaus nicht mehr gut genug zu sein: „Ich bin ein angesehener Einsiedlerkrebs und sollte mir ein neues Haus suchen“, sagte er zu sich. „Ich habe einfach etwas Besseres verdient.“

Und so verließ er sein Schneckenhaus und machte sich auf die Suche. Dutzende, ja, sogar hunderte von Schneckenhäusern probierte der Krebs aus, aber keines erfüllte seine Erwartungen. Das eine war zu groß, das andere zu klein, wieder ein anderes hatte einen Riss und das nächste nicht die richtigen Farben.

Entmutigt setzte er sich in den Sand. Da fiel sein Blick auf ein weiteres Schneckenhaus. Er mobilisierte noch einmal alle Kräfte, kroch zu diesem Schneckenhaus und schlüpfte hinein.
Und ja, das war das perfekte Schneckenhaus! Es passte genau, es sah wunderschön aus und er fühlte sich auf Anhieb ganz zu Hause. Selig schlief er ein.
Als er am nächsten Morgen aufwachte, fiel sein Blick auf die schöne Koralle ganz in seiner Nähe. Darauf besah er sich das Schneckenhaus genauer … und es war exakt das Haus, das er verlassen hatte, um sich ein besseres zu suchen.“ von Tania Konnerth

Was hat diese Geschichte mit mir zu tun?

Tania Konnerth nimmt in ihrem BuchAus der Schatzkiste des Lebens“ ungewohnte Perspektiven in den Blick und betrachtet hierdurch Momente aus dem Leben neu. Durch kleine Geschichten lädt Frau Konnerth den Leser ein, sein Leben und Ansichten zu überdenken. Es sind Texte, die zum Weiterdenken einladen, kleine Überraschungen offenbaren oder ein Schmunzeln schenken.

Mögest Du immer einen Blick
haben für die Sonne,
die durch Dein Fenster fällt;
und nicht für den Staub,
der auf ihnen liegt.
Irischer Segenswunsch

 

Unterbrechnung im Arbeitsalltag: Vom Umgang mit Fehlern

Kurzgeschichte „Vom Umgang mit Fehlern“

Heute haben wir wieder eine Kurzgeschichte von Paulo Coelho für Sie, die zum Nachdenken anregen soll.
Es geht um den eigenen Umgang mit Schwierigkeiten, Fehlern oder Rückschlägen.

Ein afrikanischer Medizinmann führt seinen Schüler durch den Wald. Obwohl er schon betagt ist, geht er behende, während sein Schüler ständig stolpert und stürzt.
Der Schüler rappelt sich auf, flucht, spuckt auf den tückischen Boden und folgt seinem Meister.
Nach einer langen Wanderung gelangen sie an einen heiligen Ort. Ohne anzuhalten, macht der Medizinmann auf dem Absatz kehrt und begibt sich auf den Heimweg.
»Ihr habt mich heute nichts gelehrt«, sagt der Schüler, nachdem er wieder gestürzt ist.
»Ich habe dich etwas gelehrt, doch du hast es nicht begriffen«, sagt der Medizinmann. »Ich versuche dir beizubringen, wie mit den Fehlern im Leben umzugehen ist.«
»Und wie soll ich mit ihnen umgehen?«
»Genauso wie du mit deinen Stürzen umgehen solltest«, antwortet der Medizinmann. »Anstatt die Stelle zu verfluchen, an der du stürzt, solltest du versuchen herauszufinden, was dich zu Fall gebracht hat.«

Haben Sie Lust auf mehr? Hier finden Sie das Buch „Der Wanderer“ von Paulo Coelho, aus dem auch diese Kurzgeschichte stammt. 

Recht und Gerechtigkeit tun ist dem HERRN lieber als Opfer.
Sprüche 21,3

Unterbrechnung im Arbeitsalltag: Der kleine Prinz und der Geschäftsmann

Heute haben wir wieder eine kleine Geschichte bzw. Leseprobe aus dem Buch „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry für Sie:

Der vierte Planet war der eines Geschäftsmannes. Dieser Mann war so beschäftigt, dass er nicht einmal aufsah, als der kleine Prinz eintraf.

»Guten Tag«, sagte der kleine Prinz. »Ihre Zigarette ist ausgegangen.«
»Drei plus zwei ist fünf. Fünf plus sieben ist zwölf. Zwölf plus drei ist fünfzehn. Guten Tag. Fünfzehn plus sieben ist zweiundzwanzig. Zweiundzwanzig plus sechs ist achtundzwanzig. Keine Zeit, sie wieder anzuzünden. Sechsundzwanzig plus fünf ist einunddreißig. Puh! Das macht also fünfhunderteine Million sechshundertzweiundzwanzig Tausend siebenhunderteinunddreißig.«
»Fünfhundert Millionen was?«
»Was? Du bist noch da? Fünfhunderteine Million … Ich habe es vergessen … Ich habe so viel Arbeit! Ich meine es ernst, mit Kindereien kann ich mich nicht abgeben! Zwei plus fünf ist sieben …«
»Fünfhunderteine Million was?«, wiederholte der kleine Prinz, der noch niemals in seinem Leben eine Frage vergessen hatte, die er bereits gefragt hatte.

Da hob der Geschäftsmann seinen Kopf:
»Seit vierundfünfzig Jahren lebe ich nun auf diesem Planeten und bin in dieser Zeit nur drei Mal gestört worden. Das erste Mal war es vor zweiundzwanzig Jahren ein Käfer, der von wer weiß woher geflogen kam. Er machte einen fürchterlichen Lärm und ich machte vier Fehler bei meiner Berechnung. Das zweite Mal, es war vor elf Jahren, hatte ich einen Anfall von Rheumatismus. Ich konnte mich nicht mehr bewegen. Mir fehlte die Zeit zum Herumbummeln. Ich bin ein ernsthafter Mensch, das bin ich. Das dritte Mal … ist jetzt! Ich sagte fünfhunderteine Million …«
»Millionen von was?«

Der Geschäftsmann begriff, dass er keine Hoffnung auf seinen Frieden hatte:
»Millionen von diesen kleinen Dingern, die wir manchmal am Himmel sehen.«
»Fliegen?«
»Nein, die kleinen Dinger, die glänzen.«
»Bienen?«
»Natürlich nicht. Kleine goldene Dinger, die die Faulen tagträumend machen. Aber ich bin ein ernsthafter Mensch, bin ich! Ich habe keine Zeit zum Träumen.«
»Ah, die Sterne!«
»Korrekt. Sterne.«
»Und was willst du mit diesen fünfhundert Millionen Sternen?«
»Fünfhunderteine Million sechshundertzweiundzwanzig Tausend siebenhunderteinunddreißig. Ich bin ein ernsthafter Mensch, ich bin äußerst genau.«
»Und was willst du mit diesen Sternen tun?«
»Was ich damit tun kann?«
»Ja.«
»Nichts. Ich besitze sie.«
»Du besitzt die Sterne?«
»Ja, natürlich.«
»Aber ich kenne einen König, der …«
»Könige besitzen nichts. Sie ›herrschen über‹. Das ist etwas ganz anderes.«
»Und was nützt es dir, die Sterne zu besitzen?«
»Sie machen mich reich.«
»Und was nützt dir dieser Reichtum?«
»Ich kann andere Sterne kaufen, wenn sie gefunden werden.«
»Er ist ein bisschen wie der Säufer«, dachte sich der kleine Prinz. Er hatte aber noch lange nicht alle Fragen gefragt:
»Wie kann man die Sterne besitzen?«
»Wem gehören sie?«, erwiderte der Geschäftsmann mürrisch.
»Ich weiß es nicht. Einer Person.«
»Dann gehören sie mir, denn ich dachte als Erster daran.«
»Das reicht?«
»Und ob. Wenn du einen Diamanten findest, der niemandem gehört, gehört er dir. Wenn du eine Insel entdeckst, die niemandem gehört, dann gehört sie dir. Wenn du eine Idee zuerst hattest und du patentierst sie, dann gehört sie dir. Und ich besitze die Sterne, denn niemand vor mir hatte jemals daran gedacht, sie zu besitzen.«
»Das ist wahr«, sagte der kleine Prinz. »Und was stellst du damit an?«
»Ich verwalte. Ich zähle sie und zähle sie immer wieder«, sagte der Geschäftsmann. »Das ist sehr schwierig. Aber ich bin ein sehr ernsthafter Mann!«

Der kleine Prinz war immer noch nicht zufrieden.
»Wenn ich einen Seidenschal besitze, dann kann ich ihn mir um den Hals binden und mit mir nehmen. Wenn ich eine Blume sehe und sie pflücke, dann kann ich sie mitnehmen. Aber Sterne kann man nicht pflücken!«
»Nein, aber ich kann sie in eine Bank legen.«
»Was bedeutet das?«
»Es bedeutet, dass ich die Anzahl meiner Sterne auf ein Stück Papier schreibe. Und dann verschließe ich dieses Papier mit einem Schlüssel in der Schublade.«
»Das ist alles?«
»Das ist genug!«
»Das ist lustig«, dachte der kleine Prinz. »Das ist fast sogar poetisch. Aber ernst ist es nicht.« Der kleine Prinz hatte von ernsthaften Dingen ganz andere Vorstellungen als die Ideen der großen Leute.
»Ich«, sagte er noch einmal, »ich besitze eine Blume, die ich jeden Tag gieße. Ich besitze drei Vulkane und jede Woche kehre ich sie. Ich kehre sogar den erloschenen Vulkan. Man kann nie wissen. Es ist gut für meine Vulkane und es ist auch gut für meine Blume, dass ich sie besitze. Aber du nützt den Sternen gar nichts …«
Da riss der Geschäftsmann den Mund auf, aber er fand keine Antwort, und der kleine Prinz verschwand.

»Die großen Leute sind tatsächlich sehr sonderbar«, sagte er sich auf seiner Reise.

Lust auf mehr? Hier finden Sie das Buch.