„GeNUSs – Gesundheits-Netzwerk in der Sozialwirtschaft“ im Überblick

Bewerben Sie sich für GeNUSs! Wir unterstützen und beraten Sie bei der Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM)

Sie möchten ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) in Ihrer Einrichtung einführen, um krankheitsbedingte Ausfälle Ihrer Mitarbeitenden zu reduzieren, Fachkräften zu binden und die Motivation Ihrer Arbeitskräfte zu erhöhen? Dann bewerben Sie sich bis zum 15. Januar 2020 für Option 1 „BGM-Einführung“. Im Projektrahmen werden insgesamt 30 kleine und mittlere Unternehmen der baden-württembergischen Sozialwirtschaft bei der BGM-Einführung unterstützt und begleitet. Aufbauend auf einer praxisorientierten BGM-Rahmenkonzeption werden zwei Projektteile durchgeführt: BGM-Koordinator/innen-Ausbildung und BGM-Beratung im Betrieb.

Teil 1: BGM-Koordinator/innen-Ausbildung:

Die viertägige Ausbildung zu BGM-Koordinator/innen richtet sich an Mitarbeitende aus Betrieben, die die Einführung und Umsetzung von BGM in ihrer Einrichtung koordinieren werden. Während der BGM-Ausbildung werden die wichtigsten Aspekte des gesunden und sicheren Arbeitens aufgegriffen. Die Teilnehmenden werden befähigt, notwendige BGM-Strukturen in Betrieben zu schaffen und BGM-Vorhaben zu begleiten. Es werden Grundlagenkenntnisse zum BGM vermittelt (z.B. Ziele des BGM, Analysetools, BGM-Maßnahmen). Die Unterstützung bei der konkreten Umsetzung in der jeweiligen Einrichtung ist ein wichtiger Bestandteil der Qualifizierung. Die Teilnehmenden sollen das Gelernte im eigenen Betrieb anwenden, daraus Schlüsse ziehen und diese wiederum in der Lerngruppe reflektieren.

Teil 2: BGM-Beratung im Betrieb

Aufbauend auf der BGM-Koordinator/innen-Ausbildung wird die BGM-Einführung in der betroffenen Einrichtung durch externe Beratungen (vier Beratertage) begleitet und unterstützt. Die Umsetzung des BGM setzt immer an den im Betrieb bereits vorhandenen Strukturen und Prozessen an. Dabei wird der Regelkreis des BGM eingehalten: Analyse, Maßnahmenplanung, Maßnahmendurchführung, Bewertung. Gemeinsam mit der/m BGM-Koordinator/in, der Führungskraft und Mitarbeitenden wird in jedem Betrieb zunächst eine Bestandsaufnahme durchgeführt, ausgehend davon werden betriebsspezifische Ziele und Maßnahmen vereinbart.

Zielgruppe des Projekts: Kleine und mittlere Unternehmen der baden-württembergischen Sozialwirtschaft (d.h. Betriebe der Pflege-, Sozial- und Gesundheitswirtschaft).

Hier finden Sie die Ausschreibung.

von Katja S. Vonhoff

Kick-Off-Veranstaltung des Projekts Gesundheits-Netzwerk für Unternehmen der Sozialwirtschaft (GeNUSs)

Sie haben einen Fachkräftemangel? Ihre Mitarbeitenden fallen krankheitsbedingt aus oder klagen über zu hohe Belastungen?

Dann ist das Projekt „GeNUSs—Gesundheits-Netzwerk für Unternehmen der Sozialwirtschaft“ eine ideale Möglichkeit, um sich dem Thema neu zu stellen und innovative Lösungsansätze zu erarbeiten!

Mit Blick auf Ihre Ressourcen, Kapazitäten und Strukturen unterstützen wir Sie dabei, ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) einzuführen und umzusetzen. Dieses hilft Ihnen, Ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen, Krankheitsausfälle und Personalfluktuationen zu reduzieren.

Sie sind neugierig geworden? Dann melden Sie sich für unsere Kick-Off-Veranstaltung am 22.1.2020 in Pforzheim an! Wir holen Sie dort ab, wo sie stehen: Bei Ihren dringlichsten Herausforderungen. Im Rahmen der Veranstaltung möchten wir diese gerne mit Ihnen besprechen, neue Wege aufzeigen und eine optimale Projektbeteiligung mit Ihnen diskutieren.

Das „GeNUSs“-Projekt bietet Ihnen:

▪ Qualifizierungen und bedarfsorientierte Beratung zu gesunden Arbeiten in gesunden Organisationen

▪ Praxisnahe Konzepte und Informationen zu Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM)

▪ Fachaustauch zu BGM mit kleinen und mittleren Betrieben in vergleichbarer Situation

Den genauen Ablauf können Sie hier abrufen.

Zielgruppe des Projekts: Kleine und mittlere Unternehmen der baden-württembergischen Sozialwirtschaft (d.h. Betriebe der Pflege-, Sozial- und Gesundheitswirtschaft).

Hier finden Sie die Ausschreibung.

von Katja S. Vonhoff

kurze Übungen ohne Geräte

Kleine Aktivpausen für zwischendurch

Arbeiten Sie viel im Sitzen, dann ist es wichtig, ab und zu mal aufzustehen und sich zu bewegen. Das kann ein kleiner Ausflug zur Kaffeemaschine sein oder anstatt zum Telefon zu greifen, den Kollegen im anderen Stockwerk kurz zu besuchen. Auch die Treppe statt den Aufzug zu nutzen, ist effektiv.

Wir haben für Sie heute zwei kleine Übungen, die Sie gut am Arbeitsplatz machen können.

Übung Nackenmobilisation

Ihre Arme sollten seitlich und locker am Körper anliegen. Drehen Sie den Kopf nach rechts. Der linke Arm zieht Richtung Boden. Die Schulter wird dabei aktiv nach unten gezogen. Halten Sie diese Position etwa 20 – 30 Sekunden und wechseln Sie dann die Seite. Zweimal auf jeder Seite Wiederholen.

Übung Kraftpaket

Stehen Sie überhüftbreit. Die Knie sollten leicht gebeugt sein. Heben Sie IHre Arme seitlich in Schulterhöhe, die Ellenbogen dabei in 90 Grad gewinkelt. Die Hände sollten Richtung Decke zeigen. Dehnen Sie Ihren Oberkörper so weit wie möglich nach rechts. Halten Sie die Stellung drei Sekunden und führen Sie dann einen langsamen Seitenwechsel durch. Dreimal Wiederholen.

Mögest Du
die kleinen Wegweiser des Tages
nie übersehen.
Irischer Segenswunsch

Psychische Gesundheit

Sie wollen Ihre Mitarbeiter motivieren? Sie wollen Fehlzeiten reduzieren und die psychische Gesundheit Ihrer Mitarbeiter fördern? Dann sollten Sie sich mit der Positiven Psychologie befassen.

Positive Psychologie wendet sich der Erforschung zu, was Menschen allgemein stärkt und das Wohlbefinden steigert. Das unterscheidet sie von der traditionellen defizitorientierten Psychologie. Jeder Mensch hat viele gute Eigenschaften, selbst der größte Zyniker oder Skeptiker, auch wenn sie diese nicht offen für andere zeigen. Der Kern der Positiven Psychologie basiert auf 6 Bereiche, in denen sich Eigenschaften befinden, die jeder Mensch hat, die aber verschieden stark ausschlagen und gelebt werden:

Weisheit und Wissen Mut Menschlichkeit
1. Kreativität
2. Neugier
3. Urteilsvermögen
4. Liebe zum Lernen
5. Weitsicht
6. Tapferkeit
7. Ausdauer
8. Ehrlichkeit
9. Tatendrang
10. Liebesfähigkeit
11. Freundlichkeit
12. Soziale Kompetenz
Gerechtigkeit Mäßigung Transzendenz
13. Teamfähigkeit
14. Fairness
15. Führungs-vermögen
16. Vergebens-bereitschaft
17. Bescheidenheit
18. Besonnenheit
19. Selbstregulation
20. Sinn für das Schöne
21. Dankbarkeit
22. Hoffnung
23. Humor
24. Spiritualität / Religiosität

Hier können Sie mehr über die Positive Psychologie erfahren und hier finden Sie einen wissenschaftlich fundierten Online-Test über Ihre Charakterstärken.

„Es geht nicht mehr nur darum, Schäden zu begrenzen – und von minus acht auf minus zwei der Befindlichkeitsskala zu kommen, sondern wie wir uns von plus zwei auf plus fünf verbessern können.“

Martin P. Seligman (Gründer der Positiven Psychologie)

Agiles BGM – Ausblick auf Barcamps und Gesundheitslabs

Warum soll plötzlich alles agil werden? Nur, weil es modern ist?

Viele begegnen der agilen Welt mit Skepsis. Schon wieder eine neue Mode, ein Trend, dem wir hinterherlaufen? Trotzdem steckt einiges Nützliches drin. Die agile Arbeitsweise ist sehr orientiert an Bedarfen. Sie stellt den Kunden in den Mittelpunkt und arbeitet mit Sprints und kurzen Zyklen. So kann man schneller aus Fehlern lernen und nachsteuern.

Für die Teilnehmenden gibt es die Möglichkeit, sich selber einzubringen und eigene Probleme zu lösen. Viel weniger Input und konkrete Unterstützung in den Sorgen und Nöten des Alltags. So wird fährt man von einer Veranstaltung mit weniger Problemen nach Hause und nicht einem neuen Berg an Aufgaben.

Übrigens, dass nächste Barcamp Lösungskunst ist am 30.4.2020 in Karlsruhe. Wir freuen uns auf Sie.

von André Peters, Diakonie Baden e.V.

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Jahreslosung 2020

Die neue Jahreslosung für das Jahr 2020 lautet „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ und ist aus Markus 9,24.

Zur Einstimmung auf das Jahr 2020 haben wir hier das bekannte englische Volkslied „Auld Lang Syne“, was traditionell zum Jahreswechsel gesungen wird, übersetzt:

Sollte alte Vertrautheit vergessen sein
Und ihrer nicht mehr gedacht werden?
Sollte alte Vertrautheit vergessen sein
und auch die guten alten Zeiten?

Der alten Zeiten wegen, mein Lieber,
Der alten Zeiten wegen
Lass uns zueinander recht freundlich sein,
Der alten Zeiten wegen.

Und gewiss nimmst Du Deinen Maßkrug zur Brust
Und gewiss nehm ich den meinen,
Und lass uns zueinander recht freundlich sein
Der alten Zeiten wegen.

Wir beide sind über die Hügel gelaufen
Und pflückten die herrlichen Gänseblümchen,
Doch wanderten wir manch müden Schritt
Seit diesen alten Tagen.

Wir beide haben im Fluss gepaddelt
Vom Morgen bis zum Abendrot
Doch haben seither weite Meere zwischen uns getost,
Seit diesen alten Tagen.

Und hier ist meine Hand, mein treuer Freund,
Und schlag ein mit der Deinen!
Und dann lass uns einen ordentlichen Schluck nehmen
Der alten Zeiten wegen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen guten Start in das neue Jahr und hoffen, Sie auch weiterhin für das neue Jahr an unserer Seite zu haben.

Möge das neue Jahr
nur gute Tage für Dich haben.
Mögen dieses Haus und alle,
die in ihm wohnen,
im neuen Jahr
mit Gottes Liebe
gesegnet sein.
Irischer Segenswunsch

GeNUSs – das Angebot von Diakonie Baden, AOK und BGW

Das Projekt GeNUSs bietet kleinen und mittleren Unternehmen der Sozialwirtschaft Unterstützung an, ein Betriebliches Gesundheitsmanagement in der eigenen Organisation einzuführen. An drei Angeboten können Unternehmen teilnehmen:

– Option 1 beinhaltet zum einen eine viertägige BGM-Koordinator/innen-Ausbildung, die eine ausgewählte Person der Einrichtung absolviert und die die anschließende BGM-Einführung im Unternehmen koordiniert. Zum anderen erhalten die Unternehmen an vier Tagen BGM-Beratung vor Ort, die den BGM-Einführungsprozess unterstützt.

– Gibt es in Unternehmen schon BGM-Erfahrungen, könnte die Option 2 – eintägige BGM-Vertiefungsseminare (Inhouse) zu einzelnen Themen – interessant sein.

– Offene BGM-Seminare zu Themen wie gesundes Arbeiten und Führen, lebensphasenorientierte Arbeitsgestaltung oder Betriebliches Eingliederungsmanagement runden als Option 3 das Angebot von GeNUSs ab.

Darüber hinaus wird auf der Online-Plattform www.gesund-aber-sicher.de eine praxisorientierte BGM-Rahmenkonzeption veröffentlicht, die BGM-Grundlagen und einen Leitfaden zur Einführung eines BGM bereithält. BGM-Koordinator/innen und Führungskräfte können außerdem die BGM-Service- und Vernetzungsstelle nutzen, die Anlaufstelle für Rückfragen ist. Weitere Informationen zum Projekt sind unter https://www.gesund-aber-sicher.de/ausschreibung-zum-projekt-genuss/ zu finden.

24. Türchen

Weihnachten – ein Gedicht von Hermann Hesse

© pixabay, rawpixel

Heute haben wir ein besinnliches Gedicht von Hermann Hesse für Sie.

Weihnachten
Ich sehn‘ mich so nach einem Land
der Ruhe und Geborgenheit
Ich glaub‘, ich hab’s einmal gekannt,
als ich den Sternenhimmel weit
und klar vor meinen Augen sah,
unendlich großes Weltenall.
Und etwas dann mit mir geschah:
Ich ahnte, spürte auf einmal,
daß alles: Sterne, Berg und Tal,
ob ferne Länder, fremdes Volk,
sei es der Mond, sei’s Sonnnenstrahl,
daß Regen, Schnee und jede Wolk,
daß all das in mir drin ich find,
verkleinert, einmalig und schön
Ich muß gar nicht zu jedem hin,
ich spür das Schwingen, spür die Tön‘
ein’s jeden Dinges, nah und fern,
wenn ich mich öffne und werd‘ still
in Ehrfurcht vor dem großen Herrn,
der all dies schuf und halten will.
Ich glaube, daß war der Moment,
den sicher jeder von euch kennt,
in dem der Mensch zur Lieb‘ bereit:
Ich glaub, da ist Weihnachten nicht weit!

Hermann Hesse

Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten und besinnliche Feiertage.

Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe!
Psalm 24,7

23. Türchen

Warum ist das Thema betriebliches Gesundheitsmanagement eigentlich wichtig?

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In vielen ländlichen Regionen erreichen wir die Grenzen der Versorgungssicherheit. Teams sind überlastet, Mitarbeiter brennen aus, Krankheitsraten nehmen zu. Der Beruf der Pflege und auch viele andere soziale Berufe gelten als belastend und daher manchmal nicht attraktiv.

Über betriebliches Gesundheitsmanagement kann die Organisation viel für ihre Arbeitgeberattraktivität tun, damit Mitarbeitende gesund bleiben können. Dies reduziert Krankheitskosten und verbessert das Image auf dem Arbeitsmarkt. Eine gesunde Organisation mit gesunden Mitarbeitern bleibt langfristig leistungsfähig und stabil.

von André Peters, Diakonie Baden e.V.

22. Türchen

Die Bedeutung des 4. Sonntags im Advent

© pixabay, rawpixel

„Tauet, ihr Himmel, von oben, ihr Wolken regnet den Gerechten: Es öffne sich die Erde und sprosse den Heiland hervor.“ Mit diesen bezeichnenden und eindringlichen Worten beginnt der letzte Sonntag vor Heiligabend und Weihnachten. Die Zeit, dass der Heiland kommt, ist fast da. Die Frühmessen im Advent sind ebenfalls nach diesem Wort benannt, da sie traditionell mit dem Eingangsvers begannen.

Das Evangelium dieses Tages (Mt1, 18-24) stellt Josef in den Mittelpunkt. Der Evangelist Matthäus stellt seinem Evangelium neben einem Stammbaum Jesu ein kleines Erzähldrama in fünf Akten voran, worin es darum geht, wer Jesus seinem Wesen nach ist. Das geschieht in fünf kleinen Geschichten rund um die Geburt Jesu.

Matthäus stellt seinem Evangelium in den ersten beiden Kapiteln eine sogenannte Kindheitsgeschichte voran. Eine solche wurde damals oft Lebensbeschreibungen großer Persönlichkeiten vorangestellt. Darin geht es nicht um historische Details über Geburt und Kindheit, sondern um Gesamtwesensmerkmale dieser Person, um Anspielungen auf wichtige Ereignisse ihres Lebens. Diese Kindheitsgeschichte erzählt Wahres von Jesus, aber nicht genau so äußerlich Geschehenes, sondern sie stimmt in Form von kleinen literarischen Erzählungen ein, wer Jesus seinem Wesen nach ist. Matthäus unterlegt die fünf Themen bzw. heilvollen Eigenschaften Jesu, auf die er einstimmen will, in Form von Schriftzitaten, die jeweils kleine Erzählepisoden abschließen. Für die Mehrheit seiner Gemeinde, die aus Judenchristen besteht, ist die Schriftgemäßheit des Heilswirkens Gottes in Jesus sehr wichtig.

Im Evangelium bietet Matthäus Josef als Wegbegleiter zu Jesus an; er ist die erste Identifikationsfigur des Evangeliums. Durch ihn nähern die Gläubigen sich Jesus, mit seinen Augen und noch mehr seinen Ohren. Josef handelt: Er sorgt für Maria, und vor allem gibt er dem Kind den gottgewollten Namen. Damit adoptiert er das Kind im damaligen Gesetzesverständnis und nimmt es als Vater offiziell an. Dazu gehört auch, dass Josef, der aus Davids Stamm ist, dadurch Jesus zum „Sohn Davids“ macht, ein Titel, der in den Evangelien häufig für Jesus bezeugt ist. Die Ehrenbezeichnung „Sohn Davids“ unterstützt das Bekenntnis, dass Jesus der Messias ist. 

Von Julia Martin