Corona-Fall im Betrieb

Was ist zu tun, wenn ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin sich mit dem Corona-Virus infiziert?

Eine neue Broschüre der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen bringt Klarheit. Sie nennt die richtigen Ansprechpartner und gibt Hinweise, wie auch in dieser aktuellen Situation Sicherheit und Gesundheit im Unternehmen gewährleistet werden können.

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Im Folgenden eine Auflistung der wichtigsten Hiweise:

  • einen Pandemieplan erstellen, um Arbeitsabläufe zu regeln
  • bei konkretem Corona-Verdacht Betroffene nach Hause schicken und umgehend den Hausarzt oder die Hausärztin informieren
  • Hausarzt oder Hausärztin entscheidet über weiteres Vorgehen
  • alle Kontaktflächen der betroffenen Person gründlich reinigen
  • Personen, die unmittelbar Kontakt zur Verdachtperson hatten ermitteln und bei Bestätigung einer Erkrankung das Gesundheitsamt informieren
  • bei positivem Testergebnis gibt der Arzt dem Gesundheitsamt Bescheid, dieses setzt sich mit dem Betrieb in Verbindung
  • der Mitarbeitende bleibt 14 Tage in häuslicher Quarantäne, sofern keine ärztlichen Behandlungen erforderlich sind
  • der Arbeitgeber sollte mit dem Betroffenen stets in Kontakt bleiben, um aufkommende Fragen klären zu können

Hier gelangen Sie zur Broschüre.

Schutzmasken

Information über die Wirksamkeit von Atemschutzmasken und die Unterschiede der einzelnen Fabrikate

Bei allen Masken handelt sich um Partikelfilter, d.h. der Schutz besteht im wesentlichen aus der Dichtigkeit (Vermeidung einer Leckage) und der Filtrationswirkung des Maskenmaterials. Die Grundüberlegung ist, dass Viren, gebunden im Wasser (Tröpfchen) am Partikelfilter hängen bleiben. Diese Annahme gilt jedoch nur, solange noch keine Sedimentation stattgefunden hat. Der Virenkern ohne Wasserhülle ist sehr viel kleiner als ein Tröpfen und kann theoretisch einen Partikelfilter überwinden.

Keine der marktüblichen „Filtering Face Pieces“ (FFP) garantiert das hundertprozentige Zurückhalten von Bioaerosolen. Dies liesse sich nur mit umluftunabhängigen Atemschutzgeräten gewährleisten – durch keine Leckage und zugeführte saubere Atemluft.

Die Unterschiede partikelfiltrierender Halbmasken (FFP) ergeben sich aus der Gesamtleckage: FFP1 max. 22%, FFP2 max. 8% und FFP3 max. 2%. Vor diesem Hintergrund sind auch die Empfehlungen zu sehen, die je nach Gefährdung das Tragen von Atemschutzmasken der Klassen 1 bis 3 empfehlen. Im Mittelpunkt der Überlegungen stehen dabei die Partikelkonzentration in der Umgebung, die Gefährlichkeit des Erregers und die Infektionsdosis. Partikelfilter könnten, zumindest theoretisch, wirksam sein. In der Theorie deshalb, weil bis heute keine mikrobiologische Prüfmethode etabliert ist, die eine generelle Aussage zum Infektionsschutz erlaubt.

Neben den in unseren Breitengraden bekannten Maskentypen MSN, FFP1/2/3 gibt es noch andere Standards. So z. B. ist der N95 (United States NIOSH-42CFR84) eine Kennzeichnung von verkehrsfähigen Masken aus den USA und Kanada. Der Standard N95 entspricht im Wesentlichen den Anforderungen an FFP2-Masken. Das selbe gilt für die Standards P2 (Australia/New Zealand AS/NZA 1716-2012), DS (Japan JMHLW-Notification 214, 2018) und KN95 (China GB 2626-2006 und GB 19083-2010).

Stand: 15.04.2020

Hier gelangen Sie zur Übersicht der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, der Sie weitere Informationen entnehmen können.

Konzentration steigern

Wie Sie mit einfachen Mitteln Ihre Konzentration steigern

Kennen Sie das, Sie sind so mit einer Sache beschäftigt, dass Sie nichts mehr um Sie herum wahrnehmen? Das ist ein Zeitpunkt, wo Sie zu 100 % konzentriert sind. Konzentration ist ein geistiger Zustand, in dem wir uns voll uns ganz auf eine Tätigkeit fokussieren.

Doch nicht immer schaffen wir es, uns zu 100 % zu konzentrieren. Dies kann verschiedene Gründe haben, haben Sie genug geschlafen? Haben Sie ausreichend gegessen? Gibt es Dinge, die Sie belasten? Auch die Art der Tätigkeit hat einen großen Einfluss auf unsere Konzentration, sind die Aufgaben zu einfach, können wir uns unterfordert und dadurch demotiviert fühlen. Ist eine Aufgabe zu schwer, fühlen wir uns überfordert und können keine volle Leistung bringen. Folge: unsere Konzentration sinkt.

Die Konzentration lässt sich durch schnelle Lösungen in Minuten verbessern. Hier ein paar Beispiele:

  • kurz raus an die frische Luft, damit das Gehirn wieder mit Sauerstoff versorgt wird
  • regelmäßige Pausen machen
  • kein Multitasking
  • Helligkeit und Bildschirmfarbe richtig einstellen, das entspannt die Augen und hilft, länger konzentriert zu arbeiten
  • Pausen aktiv gestalten
  • im Stehen arbeiten
  • kurze Streck- und Dehnübungen zwischendurch

Um die Konzentrationsfähigkeit dauerhaft und nachhaltig zu verbessern, ist die richtige Ernährung wichtig. Damit unser Gehirn volle Leistung bringen kann, braucht es Nährstoffe. Süßigkeiten sind hier keine Lösung, denn diese führen nur dazu, dass der Zuckerspiegel kurzzeitig erhöht ist und schnell wieder abfällt. So ist man kurz wach und konzentriert und ein paar Minuten später noch unkonzentrierter als vorher. Am Besten sind ein paar Nüsse, Obst und Beeren. Diese lassen den Zuckerspiegel nur langsam, aber über einen längeren Zeitraum ansteigen. Damit bleibt man länger konzentriert.

Wichtig ist außerdem, ausreichend Flüssigkeit zu trinken. Unser Körper besteht knapp aus 70 % Wasser. Trinken wir zu wenige, reagiert unser Körper darauf. Wasser zu trinken ist hier die beste Lösung, aber auch isotonische Getränke wie Kokosnusswasser sind gut für den Körper. Es enthält viele Vitamine und hat auch mehr Geschmack als Wasser.

Um die Konzentration zu steigern, hilft auch die Meditation. Sie sorgt dafür, dass man sich entspannt und nach einem harten Arbeitstag schnell wieder runterkommt. Regelmäßiges Meditieren steigert die Konzentrationsfähigkeit deutlich. Es gibt aber noch viele weitere Entspannungstechniken, die helfen, den Körper und den Geist zu beruhigen, wie z.B. das autogene Training oder die progressive Muskelentspannung.

Konzentrationsfähigkeit ist nicht angeboren, jeder kann sie lernen und mit verschiedenen Übungen die Konzentration steigern. Die Konzentration ist auch immer abhängig vom körperlich und geistigen Wohlbefinden.

Jesus spricht: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht.
Johannes 15,5

Krisen-Coaching per Video oder Telefon

Ein Angebot der BGW zur Stärkung der psychischen Gesundheit für Führungskräfte und Personen in Verantwortung

Gerade in der aktuellen Lage der Corona Pandemie werden Führungskräfte sowie Personen mit Verantwortung vor enorme Herausforderungen gestellt. Um Sie unbürokratisch zu unterstützen und eine schnelle Hilfestellung zu geben, hat die BGW ein neues Angebot zur Bewältigung der psychischen Folgen der Corona Pandemie erstellt.

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Die BGW bietet ein Krisen-Coaching per Video oder Telefon an mit bis zu fünf kostenfreien Coaching-Einheiten bis zu je 90 Minuten. Die Coachings leiten erfahrene, gut qualifizierte Coaches, die langjährig mit der BGW zusammenarbeiten und über gute Branchenkenntnisse verfügen.

Verschwiegenheit und Anonymität gegenüber dem Arbeitgeber, der Arbeitsgeberin oder der BGW wird selbstverständlich garantiert.

Hier finden Sie weitere Informationen sowie das Krisen-Coaching Angebot der BGW.

Gehe deinen Weg ruhig
inmitten von Lärm und Hast,
und wisse, welchen Frieden
die Stille schenken mag.
Irischer Segenswunsch

Mund-Nase-Schutz ist keine Atemschutzmaske

Plakat des Instituts für Arbeitsschutz der DGUV zeigt die Unterschiede

Schutzkleidung wird in diesen Tagen immer knapper. Oft wissen viele Pflegeheime und Kliniken nicht, woher Sie Schutzkleidung beziehen können um sich und ihre Mitarbeiter zu schützen. Alternativen werden immer häufiger angeboten. Insbesondere Atemschutz steht im Fokus.

©pixabay:KlausHausmann

Es wird oft der Mund-Nase-Schutz mit Atemschutzmasken verwechselt oder in einem Atemzug genannt. Damit Sie dies richtig einordnen können, hat das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) eine Übersichtsgrafik erstellt, die die Unterschiede einfach erklärt.

Hier finden Sie die Übersichtsgrafik.

Ich will mich freuen über mein Volk. Man soll in ihm nicht mehr hören die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens.
Jesaja 65,19

weitere Tipps für die seelische Gesundheit

seelische Gesundheit in Zeiten des Corona-Virus

Heute finden Sie weite vier hilfreiche Tipps für die seelische Gesundheit in Zeiten des Corona-Virus von Mental Health Europe.

5. Bleiben Sie hoffnungsvoll und denken Sie positiv.

Versuchen Sie, sich auf die positiven Dinge im Leben zu konzentrieren. Die WHO empfiehlt, gezielt nach Informationsquellen zu suchen, die positive Nachrichten von Menschen aus der Region verbreiten, die an COVID-19 erkrankt waren und wieder genesen sind. Oder Geschichten von Menschen, die eine geliebte Person im Genesungsprozess begleitet haben und bereit sind, ihre Erfahrungen zu teilen.

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6. Erkennen Sie Ihre Gefühle an.

Es ist ganz normal, in der derzeitigen Situation große emotionale Reaktionen zu zeigen, sei es sich überwältigt zu fühlen, gestresst, ängstlich oder traurig. Erlauben Sie sich diese Gefühle, nehmen Sie sie wahr und drücken Sie sie aus, z.B. in dem Sie sie im Tagebuch festhalten, mit anderen darüber sprechen, sie kreativ verarbeiten oder meditieren.

7. Nehmen Sie sich Zeit, mit ihren Kindern über die Situation zu sprechen.

Auch Kinder brauchen Hilfe im Umgang mit Stress und Schutz vor der Corona-Hysterie. Beantworten Sie ihre Fragen und erklären Sie Fakten über das Virus, die für Kinder verständlich sind. Reagieren Sie unterstützend, haben Sie ein offenes Ohr für die Sorgen der Kinder und geben Sie Ihnen eine Extraportion Zuneigung, Aufmerksamkeit und Unterstützung. Zeigen Sie den Kindern, dass sie in Sicherheit sind aber auch, dass es ok ist, traurig zu sein. Zeigen Sie ihnen, wie Sie selbst positiv mit Stress umgehen, damit sie von Ihnen lernen können.

8. Holen Sie sich professionelle Unterstützung.

Befolgen Sie Schutz- und Präventionsempfehlungen der Profis aus dem Gesundheitswesen. Wenn all das nichts hilft, überlegen Sie, sich Unterstützung durch eine professionelle Beratungsstelle zu holen oder suchen Sie Betroffene in ähnlicher Situation. Selbsthilfegruppen sind in der Regel lokal und national organisiert, am besten finden Sie also zunächst heraus, ob es Angebote in Ihrem Umfeld gibt. So finden Sie Ansprechpersonen, die wiederum Anlaufstellen in der regionalen Gesundheitsversorgung kennen. Suchbegriffe wie „Selbsthilfegruppe“ + Ihr Ort oder „psychische Beratung“ + Ihr Ort können Ihnen weiterhelfen.

Möge nach jedem Gewitter
ein Regenbogen
über Deinem Haus stehen.
Irischer Segenswunsch

seelische Gesundheit in Zeiten des Corona-Virus

Tipps für die seelische Gesundheit

In Zeiten wie diesen ist es mehr denn je wichtig, gut auf sich selbst zu achten und auf die körperliche sowie auch auf die seelische Gesundheit zu achten.

Wir sind dazu angehalten, soziale Kontakte zu minimieren und das Haus nur für wichtige Erledigungen zu verlassen, das drückt unsere Stimmung. Daher finden Sie hier vier Tipps von Mental Health Europe, wie man jetzt auf seine seelische Gesundheit achten kann.

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1. Beschaffen Sie sich Informationen aus vertrauenswürdigen Quellen.

Beschränken Sie sich selbst darauf, nur Informationen aus Quellen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Europäischen Kommission oder verlässlichen nationalen Organisationen zu beziehen. In Deutschland sind das vor allem das Robert-Koch-Institut, Ministerien und Gesundheitsämter. Vertrauen Sie auf diese glaubwürdigen Informationsquellen und nicht auf solche, die durch Fehlinformationen Angst und Panik schüren.

2. Setzen Sie sich selbst ein Limit bei COVID-19-Nachrichten.

Versuchen Sie, exzessive Mediennutzung zu vermeiden. Ständiges Warten auf Neuigkeiten und das ständige Neuladen des Social-Media-Feeds können Sorgen verstärken. Überlegen Sie, ob Sie nicht vielleicht Benachrichtigungen auf dem Handy ausschalten und eine bewusste „Nachrichten-Pause“ einlegen.

Sich beim Lesen, Hören und Ansehen von Nachrichten ein Limit zu setzen ermöglicht es Ihnen, sich stattdessen auf den Alltag zu konzentrieren und auf die Lebensbereiche, die sie selbst beeinflussen können. So vermeiden Sie Gedankenspiele wie „was wäre, wenn…“. Die WHO empfiehlt, sich hauptsächlich dann an (ausschließlich faktische) Informationen zu halten, wenn es um praktische Schritte der Vorbereitung und des Schutzes von Ihnen selbst und anderen geht.

3. Passen Sie auf sich auf!

Selbstfürsorge bedeutet in Zeiten des Corona-Virus, sich auf das zu konzentrieren, was man selbst in der Hand hat und kontrollieren kann (z.B. angemessene Hygiene) statt auf das, was man nicht beeinflussen kann (z.B. das Virus zu stoppen).

Leben Sie Ihren Alltag und Ihre Routinen wo es geht: Essen Sie gesund, schlafen Sie genug, machen Sie Dinge, die Sie genießen. Überlegen Sie, eine neue tägliche Routine entwickeln, die ihre seelische Gesundheit und eine positive Einstellung in den Mittelpunkt stellt. Aktivitäten wie ein Spaziergang, Meditation oder Fitness können Ihnen helfen, sich zu entspannen und werden sich positiv auf Ihre Gedanken und Gefühle auswirken. Die Mental Health Foundation empfiehlt beispielsweise, auch Chancen in der Situation zu sehen – z.B. dass man endlich mal wieder genug schläft.

Besonders für Menschen in Gesundheitsberufen ist es wichtig, auf die eigenen Grundbedürfnisse zu achten und sich zwischen den Schichten auszuruhen, auch und gerade weil sich in Krisenzeiten Überstunden und Stress häufen.

4. Halten Sie Kontakt und unterstützen Sie die Menschen in Ihrem Umfeld.

Mit Familie und Freunden in Kontakt zu bleiben, kann Stress reduzieren. Mit ihnen über Sorgen und Gefühle zu sprechen hilft womöglich, mit den Herausforderungen der Krise besser umzugehen. Wer Unterstützung und Fürsorge erfährt, dem gibt das ein Gefühl von Sicherheit. Anderen Hilfebedürftigen zu helfen und mit jemandem Kontakt aufzunehmen, der sich vielleicht alleine fühlt oder sorgt, hilft sowohl dem, der unterstützt wird, wie auch dem Unterstützenden.

Viele Menschen fragen sich auch, was sie im Quarantänefall tun würden. Auch wenn die Vorstellung von Selbst-Quarantäne erschrecken mag, behalten Sie im Hinterkopf, dass es nur eine temporäre Maßnahme ist und dass es viele digitale Möglichkeiten gibt, regelmäßig mit anderen Kontakt aufzunehmen.

Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren.
Philipper 4,7

Psychische Belastungen erkennen

Wie Sie als Führungskraft Warnsignale Ihrer Mitarbeitern rechtzeitig erkennen

Arbeitsausfälle aufgrund von psychischen Belastungen nehmen seit Jahren immer mehr zu. Die Zahl der Beschäftigten, die an Burnout und Depressionen erkrankt sind, steigt stetig.

© pixabay

Gefährdete Mitarbeiter zu erkennen und die Warnzeichen richtig zu deuten, ist nicht einfach. Führungskräfte tragen auch hier eine große Verantwortung, die psychische Gesundheit der Mitarbeitenden zu stärken. 

Warnsignale können z.B. nachlassen der Motivation, überhöhter Energieeinsatz, erhöhte Reizbarkeit, reduziertes Engagement und Niedergeschlagenheit sein. Dies zu erkennen setzt voraus, dass Sie als Führungskraft eine gute Wahrnehmungs- und Beobachtungsgabe haben und so Verhaltensänderungen bei Ihren Mitarbeitern erkennen können.

Die BGW hat hierfür einen Leitfaden „Erschöpfung erkennen – sicher handeln“ erstellt. Darin werden Sie als Führungskraft umfassend informiert, wie Sie sich in Fragen der psychischen Belastung am Besten verhalten und wie man psychischen Belastungen vorbeugen kann.

Wer gerecht herrscht unter den Menschen, wer herrscht in der Furcht Gottes, der ist wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht.

2. Samuel 23, 3-4

Arbeitsschutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus

Was Sie aktuell wissen sollten

Die Verbreitung der Erkrankungen (COVID-19) verursacht durch das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) verunsichert derzeit Beschäftigte und Arbeitgeber. Zu Beginn der Epidemie wurden insbesondere in den Medien Arbeitsschutz und Infektionsschutz unreflektiert miteinander vermischt. Die Rechtsgrundlagen sind jedoch bei der Entscheidung für erforderliche Maßnahmen, die der Arbeitgeber treffen muss, wesentliche Merkmale.

Das deutsche Infektionsschutzgesetz (IfSG) regelt seit 2001 die gesetzlichen Pflichten zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen. Zweck des Gesetzes ist es, übertragbare Krankheiten beim Menschen vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Weiterverbreitung zu verhindern. Dabei ist unerheblich, welcher Art die Infektion ist und auf welchem Wege die Infektion erfolgen kann. Zum Zwecke der Verhütung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten dürfen durch das IfSG selbst durch einzelne Maßnahmen, zu denen es Behörden ermächtigt oder durch Rechtsverordnung aufgrund des IfSG die Grundrechte der körperlichen Unversehrtheit, der Freiheit der Person, der Freizügigkeit, der Versammlungsfreiheit, des Brief- und Postgeheimnisses und der Unverletzlichkeit der Wohnung eingeschränkt sowie ein berufliches Tätigkeitsverbot verhängt werden.

Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) hat das Ziel, die Gesundheit der Beschäftigten – einschließlich der des öffentlichen Dienstes – durch Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu sichern und zu verbessern. Das ArbSchG bildet die Ermächtigungsgrundlage zum Erlass von Rechtsverordnungen, wie z. B. für die Biostoffverordnung (BioStoffV). Dies ist eine Verordnung zum Schutz von Arbeitnehmern bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen (Infektionsgefährdungen). Ziel der Biostoffverordnung ist der Schutz der Beschäftigten bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen, sie dient also dem Arbeitsschutz. 

In kurzen Worten ausgedrückt, berücksichtigt das Arbeitsschutzrecht Risiken, die zum Ersten von der Tätigkeit oder vom Arbeitsplatz ausgehen und zum zweiten im Verhältnis zur Allgemeinbevölkerung (durch die Tätigkeit) ein erhöhtes Risiko mit sich bringen; währenddessen das Infektionsschutzgesetz die gesamte Bevölkerung im Fokus hat.

Zurzeit befinden wir uns noch in der Stufe der Eindämmung und Verlangsamung der Virusausbreitung (Pandemieplan). Seit ein paar Tagen sehr konkret in bevölkerungsbezogenen anti-epidemischen Maßnahmen. Wie in vergangenen Pandemien gezeigt werden konnte, sind diese bevölkerungsbasierten Maßnahmen zur Kontaktreduzierung durch Schaffung sozialer Distanz besonders wirksam, wenn sie in einem möglichst frühen Stadium der Ausbreitung des Erregers eingesetzt werden, so das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen epidemiologischen Bulletin. Der eigenverantwortliche Beitrag jeder Bürgerin und jedes Bürgers ist gefragt, sowohl im persönlichen Umfeld als auch in beruflichen Funktionen oder ehrenamtlichem Engagement.

Hier liegt die Verantwortung bei drei wichtigen Akteuren: dem Arbeitgeber, den öffentliche Institutionen und der gesamten Gesellschaft. Jeder Einzelne nimmt diesbezüglich mehrere Rollen ein, in denen er an der Strategie der Verlangsamung mitarbeiten kann. Das RKI zählt einige Beispiele auf

  • Persönliche Gesprächskontakte (siehe Hauptübertragungsweg der Tröpfcheninfektion) grundsätzlich auf wenige, jederzeit bekannte und anzugebende Personen (Kontaktperson) reduzieren und auch mit diesen verabreden, dass sie das ebenso handhaben. Dazu kann z. B. auch gehören, beim Telefonieren nicht über Freisprechsysteme im Beisein anderer Personen zu sprechen und damit vermehrt potenziell infektiöse Tröpfchen in die Umgebungsluft abzusondern.
  • Vorausschauend planen, d. h. jeder kann sich (zusammen mit der Familie/Haushaltsmitgliedern/Freunden) ein persönliches Konzept von Maßnahmen zusammenstellen, das sich auch über mehrere Wochen oder Monate durchhalten lässt, z.B. Weitergabe von Tipps zur Fitness, Verabredung von gemeinsamen Spaziergängen „mit Abstand“, Meidung von engem Kontakt in öffentlichen Verkehrsmitteln z. B. zu Hauptverkehrszeiten, die Organisation von festen Fahrgemeinschaften etc.
  • Möglichkeiten von Telearbeit, Onlineshopping, Telefon- oder Videomeetings, Skypen, Social media eruieren, ausprobieren und ab jetzt nutzen, z.B. Geburtstags- und andere Feiern auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.

von Oliver Nöltner, mesino

Der HERR deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er birgt mich im Schutz seines Zeltes.
Psalm 27,5

Kleine Bewegungspause

Übungen für die Aktivpause

Heute haben wir wieder ein paar Übungen für kleine Bewegungspausen sowie die Aktivpause für Sie rausgesucht, denn nur, wer sich bewegt bleibt gesund.

Übung „Äpfel pflücken“

Greifen Sie mit den Armen abwechselnd so weit wie möglich nach oben. Machen Sie dies etwa 20 – 30 Sekunden und wiederholen Sie die Übung dreimal.

Übung „Rumpf-Dehnung“

Stehen Sie Hüftbreit. Ein Arm in Seitstütz und den anderen Arm gestreckt über den Kopf zur Gegenseite führen. Der Oberkörper neigt sich mit. Halten Sie die Position fünf Sekunden pro Seite und machen Sie zwei Wiederholungen.

Mögest Du Ruhe finden,
wenn der Tag sich neigt
und Deine Gedanken noch einmal
die Orte aufsuchen,
an denen Du heute
Gutes erfahren hast.
Auf dass die Erinnerung
Dich wärmt und gute Träume
Deinen Schlaf begleiten.
Irischer Segenswunsch