Was ist Achtsamkeit?

Gastbeitrag von Martina Künstner, Diakonisches Werk Württemberg e.V.

Achtsam sein bedeutet den gegenwärtigen Augenblick bewusst zu erleben – ohne ihn zu bewerten oder zu beurteilen und ohne in Gedankengängen verloren zu gehen. Im Gegensatz zur Aufmerksamkeit ermöglicht die Achtsamkeit eine tiefere Ebene der Präsenz, die zu innerer Stille und geistiger Klarheit führt.
Wir können die Achtsamkeit nach außen lenken, auf die bewusste Wahrnehmung unserer Mitmenschen und der Umwelt oder wir können sie nach innen lenken, auf die eigenen Körperempfindungen, Gefühle und Gedanken.

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Um Achtsamkeit in unserem Leben zu verankern ist es sinnvoll, sich regelmäßig Zeit für eine Meditationseinheit zu nehmen, bei der wir die Aufmerksamkeit auf den Atem lenken (Empfehlung: täglich 10 – 20 Minuten).  

Übung: Die Atem-Meditation

Nehmen Sie eine angenehme, entspannte und dennoch aufrechte Sitzhaltung ein – auf dem Stuhl, dem Meditationsbänkchen oder dem Meditationskissen. Wenn es Ihnen angenehm ist, so können Sie die Augen schließen, ansonsten lassen Sie die Augen etwas geöffnet und schauen entspannt auf den Boden oder in die Ferne.

Dann spüren Sie in den Körper hinein. Nehmen Sie wahr, wo der Körper Berührungskontakt hat – am Gesäß, an den Beinen, an den Händen. Vielleicht können Sie hier noch Spannungen lösen, die im Moment nicht erforderlich sind.

Nun gehen Sie mit der Aufmerksamkeit zum Rücken. Hat die Wirbelsäule eine angenehme Aufrichtung?

Wenn Sie auf diese Weise in einer guten Sitzhaltung angekommen sind und Ihre Achtsamkeit im Körper verankert haben, lenken Sie die Aufmerksamkeit auf den Atem. Wo im Körper können Sie die Atembewegung spüren. Ist sie vielleicht durch das Heben und Senken der Bauchdecke spürbar? Oder dadurch, dass der Brustkorb sich weitet und wieder verengt? Vielleicht ist der Atem auch an einer anderen Stelle des Körpers besonders gut zu spüren – zum Beispiel durch einen Windhauch an der Nase. Wo im Körper nehmen Sie den Atem am deutlichsten wahr?

Nun wählen Sie den Bereich aus, an dem Sie die durch den Atem hervorgerufenen Körperempfindungen am deutlichsten spüren können und bleiben mit der Aufmerksamkeit in diesem Bereich.

Falls es dem Geist schwer fällt beim Erspüren des Atems zu bleiben, können Sie die Atembewegung auch mit den Worten „Ein“ und „Aus“ oder „Heben“ und „Senken“ begleiten.

Gedanken, Geräusche, Empfindungen, innere Bilder oder Gefühle kommen und gehen wieder. Manchmal werden Sie dadurch in Geschichten hineingezogen. Sobald Sie sich dessen bewusst werden, können Sie eine kurze innere Notiz davon machen, ihnen ein Etikett geben wie zum Beispiel „Denken“ oder „Hören“ und dann kehren Sie wieder zum Erspüren des Atems zurück.

Immer wieder kehren Sie sanft zum Atemempfinden zurück.

Martina Künstner, November 2019

Schlau durch Sport

Wie Sport das Gehirn stärkt

Sport tut uns gut, er hilft und gesund zu bleiben, Stress abzubauen und auf unsere Linie zu achten. Außerdem hilft Sport, einen guten Ausgleich zum Berufsalltag zu haben. Aber Sport hilft auch, geistig fit zu bleiben.

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Studien der Wissenschaftler der Boston University School of Medicine haben herausgefunden, dass bei körperlicher Aktivität, die Gehirnleistung deutlich besser ist – und das in jedem Alter. Das heißt, dass auch ältere Menschen, die sich sportlich betätigen, kognitiven Aufgaben wesentlich besser gewachsen sind als Menschen, derselben Altersstufe, die keinen Sport betreiben.

Regelmäßiger Sport bzw. Training sind wichtig, egal, in welchem Alter. Fast jedes Fitnessstudio bietet heutzutage für alle Altersklassen Kurse an, z.B. Seniorenfitnesszirkel und Lungensport. Auch regelmäßiges Schwimmen ist in jedem Alter machbar und förderlich für die Gesundheit.

Und wenn keine Zeit für das Fitnessstudio, Schwimmbad oder andere Kurse bleibt, lassen sich auch gut zuhause ein paar Gymnastikübungen einplanen. Auch Yoga lässt sich super von zu Hause aus machen. Oder fahren Sie, wenn möglich, statt mit dem Auto auch mal mit dem Fahrrad zur Arbeit.

Mögen Zeichen an der Straße
Deines Lebens sein,
die Dir sagen, wohin Du
auf dem Wege bist.
Mögest Du die Kraft haben,
die Richtung zu ändern,
wenn Du die alte Straße
nicht mehr gehen kannst.
Irischer Segenswunsch

Gefährdungsbeurteilung mit Leitmerkmalmethode

Formblätter der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Unter Federführung der BAuA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) sind sechs Leitmerkmalmethoden neu- und weiterentwickelt worden. Dies geschah im Rahmen von MEGAPHYS, einem Gemeinschaftsprojekt mit der DGUV.

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Sie finden auf der Homepage Formblätter für folgende Belastungsarten:

  • manuelles Heben, Halten und Tragen von Lasten,
  • manuelles Ziehen und Schieben von Lasten,
  • manuelle Arbeitsprozesse,
  • Ganzkörperkräfte,
  • Körperfortbewegung,
  • Körperzwangshaltung.

Die Leitmerkmalmethoden gehören zu den Screening-Methoden, setzen aber eine gute Kenntnis der zu beurteilenden Arbeitsplätze voraus. Die Leitmerkmalmethoden ermöglichen das Erkennen von Defiziten bei der Arbeitsgestaltung und geben Hinweise auf Maßnahmen, die das Risiko für negative gesundheitliche Effekte verringern können.

Hier finden Sie die Formblätter sowie weitere Informationen.

Elia sprach zu allem Volk: Kommt her zu mir! Und als alles Volk zu ihm trat, baute er den Altar des HERRN wieder auf, der zerbrochen war.
1.Könige 18,30

Stress reduzieren

Wie Sie Stress im Alltag am Besten abbauen

Jeder ist mal gestresst, Stress ist aus unserem schnelllebigen Alltag nicht mehr wegzudenken. Stress ist auch gut, er treibt uns an und gibt uns auch Energie. Er fordert uns und lässt uns glauben, gebraucht zu werden.

Stress kann aber auch schnell zur Belastung werden und krank machen. Vor allen Dingen, wenn wir dem Stress dauerhaft ausgesetzt sind. Um gesund bleiben zu können, ist es wichtig, zu entschleunigen und den Stress abzubauen.

Sie kennen das bestimmt, Sie sind in Eile und die Schlange im Supermarkt scheint einfach nicht weniger zu werden oder Sie stecken mitten im Stau und es geht weder vor noch zurück. In solchen Situationen neigen wir dazu, uns zu ärgern und empfinden Stress. Der Stress bzw. Ärger, ändert allerdings nichts an der Situation, nutzen Sie deshalb die gezwungenen Pausen dazu „Durchzuatmen„. Konzentrieren Sie sich ganz auf sich selbst, atmen Sie ruhig und spüren Sie in sich hinein. Welche Emotionen fühlen Sie und wo fühlen Sie diese im Körper? Sie werden merken, die Zeit geht schneller rum und Sie entspannen sich dabei.

Die digitale Welt ist Fluch und Segen zugleich. Wir sind einer ständigen Informationsflut ausgesetzt, ständig erreichbar und haben immer Angst etwas wichtiges zu verpassen. Auch das verursacht Stress. Probieren Sie es mal mit einem Digital Detox. Gehen Sie bewusst für eine bestimmte Zeit offline. Sei es täglich für eine Stunde oder auch mal Tagesweise am Wochenende. Seien Sie nicht erreichbar und gönnen Sie sich Ihre digitale Auszeit. Versuchen Sie während dem Digital Detox bewusst im Moment zu leben, im Kopf dort zu sein, wo der Körper ist. So können Sie effektiv Ihren Alltag entschleunigen und weniger gestresst.

Mögest Du Dir die Zeit nehmen,
die stillen Wunder zu feiern,
die in der lauten Welt
keine Bewunderer haben.
Irischer Segenswunsch

Der kleine Glücksschimmer und das Glück

Kurzgeschichte zum Nachdenken von Elke Bräunlin

Heute haben wir wieder eine inspirierende Kurzgeschichte „Der kleine Glücksschimmer und das Glück“ von Elke Bräunlin für Sie.

Eines grauen Regentages streifte der kleine Glücksschimmer suchend durch die kleine Stadt. Am großen Schulhaus machte er Halt und linste durch das Fenster.
„Ich habe keinen Schimmer!“, sagte ein Junge in der Schulklasse gerade.
„Wie bitte?“, fragte die Lehrerin.
Der Junge sah die Lehrerin an. „Na ja“, meinte er. „Ich wollte sagen, ich habe keine Ahnung.“
„Keinen Schimmer? Keine Ahnung?“ Die Lehrerin wollte den Jungen nicht verstehen.
„Ich weiß nicht, wovon du sprichst,“ sagte sie. „Also bitte, steh auf, komm zur Tafel und zeige uns, wie man diese Rechenaufgabe löst!“
„Ich … “ Der Junge stand auf. „Ich habe Null Durchblick“, murmelte er, während er zur Tafel trottete. Er seufzte. „Und kein Glück.“
Kein Glück? Wer war hier glücklos? Und wer hatte eben nach ihm gerufen?
Aufgeregt schwebte der kleine, tapsige Glücksschimmer, der schon seit Tagen auf der Suche nach einem Job durch das nasse Nebelgrau wanderte, ins Zimmer herein. Und weil er so aufgeregt – und ungeschickt – war, setzte er sich nicht auf die Schulter des ratlosen Jungen, der das Glück vermisste. Nein, er legte sich auf das Haupt der strengen Lehrerin. Die schloss erschrocken die Augen und sah sich für einen Moment als kleines Schulmädchen vor der Tafel stehend wieder. Sie erinnerte sich, wie sie an jenem Tag damals eine schlechte Note bekommen hatte. Weil sie die Erklärungen ihrer strengen Lehrerin nicht verstanden und deshalb die Rechenaufgabe nicht hatte lösen können. Sie erschrak. Dann öffnete sie die Augen und lächelte.
„Warte!“, sagte sie zu dem Jungen. „Ich erkläre euch vielleicht besser noch einmal, wie man diese Rechnungen löst.“
„Danke!“ Der Junge sah sie dankbar an. Und als er wieder zu seinem Platz trottete, murmelte er: „Was hab ich für ein Glück an diesem grauen Tag!“
Glück?
„Oh“, sagte der kleine Glücksschimmer leise. „Hier werde ich nicht gebraucht. Ich muss jemanden finden, der sein Glück noch sucht.“
Und er zog weiter, doch heute hatte er irgendwie kein Glück damit, jemandem Glück zu bringen.

Elke Bräunlin

Wer der Gerechtigkeit und Güte nachjagt, der findet Leben, Gerechtigkeit und Ehre.
Sprüche 21,21

Sehbehinderungssimulator

Der Sehbehinderungssimulator der BKK Diakonie

Sehbehinderungen sind häufig und können jeden treffen. Vor allen Dingen Menschen, die viel mit dem Computer arbeiten sind gefährdet. Aber auch bei Rauchern treten Sehbehinderungen häufig auf. Auch können Sehbehinderungen vererbbar sein oder erst im Alter auftreten.

Daher ist es sinnvoll, unabhängig vom Alter, sich regelmäßig beim Augenarzt durchchecken zu lassen. Sehbehinderungen treten nämlich in den seltensten Fällen plötzlich auf, sie verändern unsere Augen bzw. Sicht schleichend.

Es gibt viele verschiedene Arten von Sehbehinderung, die bekanntesten sind wohl der Graue Star sowie der Grüne Star, die Kurzsichtigkeit (Myopie) und die Netzhautablösung. Manche Sehbehinderungen lassen sich leicht durch einen Eingriff beheben, andere sind unheilbar.

Um sich besser in Menschen mit Sehbehinderung einfühlen zu können und um vor den Gefahren für das Augenlicht durch Sehbehinderungen zu warnen, hat die BKK Diakonie einen Sehbehinderungssimulator veröffentlicht. Hier lassen sich in die häufigsten Sehbehinderungen finden und simulieren. Außerdem erhalten Sie zu jeder Sehbehinderung eine Informationen sowie die möglichen Ursachen der Sehbehinderung.

Hier finden Sie den Sehbehinderungssimulator der BKK Diakonie.

Mögest Du
die kleinen Wegweiser des Tages
nie übersehen.
Irischer Segenswunsch

Konfliktmanagement in der Diakonie Baden

Gastbeitrag von André Peters

Ausgangssituation:

In der Analyse besonders gesundheitsgefährdender Rahmenbedingungen landen Experten sehr schnell bei ungelösten Konflikten. Konflikte, seien sie im Führungskontext oder in der Zusammenarbeit mit Kollegen, Klienten und Angehörigen führen schnell zu psychischen Belastungen der betroffenen Mitarbeitenden. Je länger der Konflikt ungeklärt ist, umso mehr droht er zu eskalieren. Nach der Methodologie der Konflikteskalation nach Glasl bis zur letzten Phase des „gemeinsam in den Abgrund“.

© pixabay.com,

Betrachtet man aktuelle Konzepte der Organisationsentwicklung nehmen Mediation und Konfliktlösung einen besonderen Stellenwert ein. Großunternehmen wie SAP und Deutsche Bahn verfügen über einen eigenen Mediatorenpool und Führungskräfte und Mitarbeiter sind in der konstruktiven Konfliktlösung ausgebildet. In der im Januar 2019 gegründeten Arbeitsgruppe Konfliktmanagement ist die Idee des gemeinsamen Lernens und Entwickelns einer konfliktfreundlichen Unternehmenskultur und der Einführung von diakonischen Konfliktmanagementsystemen entstanden.

Ziel ist es, gemeinsam Konzepte zu entwickeln, Beteiligte in der Konfliktlösung auszubilden und perspektivisch zu einem verbandlichen Konfliktmanagementsystem für Mitarbeitende zu kommen. Mitarbeitende sollen konkrete Hilfestellung im Umgang mit Konflikten erhalten. Sie sollen erfahren, was sie tun können, wenn sie in Konflikten feststecken. Sie sollen eine Orientierung erhalten, was die Unterschiede zwischen Coaching, Teamentwicklung und Mediation sind und wie sie diese in Anspruch nehmen können. Führungskräfte sollen im Thema Konfliktmanagement qualifiziert werden und bei der Auswahl geeigneter Verfahren zur Konfliktlösung unterstützt werden.

Das Verbundprojekt gliedert sich in folgende sechs Teilvorhaben:

  • Konfliktanlaufstellen & -lotsen

Konfliktanlaufstellen unterstützen Mitarbeitende in der Frage, welche Handlungsmöglichkeiten sie bei festgefahrenen Konflikten haben. Sie ermöglichen einer Konfliktpartei eine frühzeitige Entlastung und eine persönliche Unterstützung. In Anlaufstellen wird die Konfliktpartei von einem Konfliktlotsen begleitet. Dieser führt mit dem Konfliktbeteiligten ein Klärungsgespräch zu seinen Handlungsoptionen durch. Er wird zu einem nächsten Schritt ermutigt. Das Clearing findet in einem einmaligen einstündigen Gespräch mit dem Mitarbeitenden statt. In diesem Gespräch steht nicht die Klärung des Konfliktes im Vordergrund sondern lediglich die Eröffnung eines Weges zur Konfliktlösung. Konfliktlotsen agieren in der Rolle eines Coaches. Sie unterstützen die Selbstwirksamkeit und Eigeninitiative der gesprächssuchenden Konfliktpartei. Im Projekt ist vorgesehen, Konfliktlotsen zu benennen und sie auszubilden. Zur Arbeit der Konfliktanlaufstellen und der Konfliktlotsen wird es ein festes Konzept, einheitliche Standards und Qualitätssicherungsverfahren entwickelt. Die Arbeit der Konfliktlotsen ist vertraulich.

  • Verfahrenswahl

Bei Konflikten kann es unterschiedliche Vorgehensweisen geben. Manche Fragestellungen sind arbeitsrechtlich zu bewerten andere erfordern eine Teamentwicklung. Schließlich kann Mediation ein sinnvolles Verfahren sein. In der Systematik der Verfahrenswahl werden Mitarbeitervertreter, Führungskräfte und Personalabteilung unterstützt, damit sein ein geeignetes Verfahren für den vorliegenden Konfliktfall finden.

  • Konfliktbearbeitung

In der Konfliktbearbeitung können Coaches, Team-Entwickler und Mediatoren zum Einsatz kommen. Hier erhalten die Konfliktbeteiligten eine Orientierung, welche Kompetenzträger für welches Verfahren von der Organisation vorgesehen sind. Perspektivisch steht ein Pool an Experten zu Verfügung. Diese sind ausgebildete verbandliche Experten oder externe Experten, für die qualifizierte Referenzen vorliegen.

  • Verfahrensstandards

In den Organisationen ist festzulegen, wie die Vorgehensweise gesteuert. Was sind Aufgaben der Leitung, der Personalabteilung und der Mitarbeitervertretung? Für alle Beteiligten braucht es ein transparentes Verfahren. Für Mediationen ist das Mediationsgesetz sowie die fachlichen Anforderungen an Mediatoren zu beachten.  Konzeptionelle Basis ist Fokusstudie Konfliktmanagement. Von den Elementen zum System von Prof. Dr. Ulla Gläßler und Prof. Dr. Lars Kirchhoff (PWC-Studie).

  • Dokumentation, Controlling und Qualitätssicherung

Konflikte sind Chancen und Entwicklungspotenziale für Organisationen. Wo Teams feststecken, sind Lernfelder und Innovationspotenziale. Über Dokumentation, Controlling und Qualitätssicherung sollen Rückkopplung und Lerneffekte in die Organisation gewährleistet werden. Damit werden Grundlagen zur Steuerung und Weiterentwicklung der Organisationen geschaffen. Hier sind anonyme Verfahren denkbar wie Fragebögen, digitale Feedbacksysteme oder Verfahren der Selbstevaluation. Auch die Kosten sind zu erfassen und es ist zu klären, wie die eingesetzten Mediatoren unter Wahrung aller Vertraulichkeitsgesichtspunkte Fälle dokumentieren. 

  • Konfliktfreundliche Organisationskultur – Innen- und Außendarstellung der Angebote

Entscheidender Erfolgsfaktor für das Konfliktmanagement ist die Bekanntheit des Angebotes in der Mitarbeiterschaft. Dazu sind entsprechende Intranetseiten und Flyer zu gestalten. Der Mitarbeitervertreter kann in der Erklärung des Konfliktmanagementsystems eine entscheidende Rolle übernehmen.

Ziel ist es, die Zugänglichkeit zu ermöglichen und eine diakonische konfliktfreundliche Organisationskultur voranzutreiben. Perspektivisch sind Selbstverpflichtung von Einrichtung und Träger denkbar. Ein Konfliktmanagementsystem könnte in Satzungen verortet werden.

Sie haben Fragen oder möchten sich beteiligen?

Ihre Ansprechpartnerin ist:
Janine Mastel

Die Mitarbeiterbefragung als Herzstück von BELEV

Best Practice Beispiel von Thomas Nehr, Vorstand von Diakonie ambulant – GESUNDHEITSDIENSTE OBERES MURRTAL e.V.

Das Herzstück des Gesundheitskonzeptes BELEV ist die Mitarbeiterbefragung.

Mit dieser regelmäßig durchgeführten Befragung (alle 3 Jahre seit 2012) haben wir bei Diakonie ambulant beste Erfahrungen gemacht. Dadurch wird Nachhaltigkeit und Verlässlichkeit den MitarbeiterInnen gegenüber signalisiert, die Beteiligung liegt zwischen 70- über 80% und mittlerweile hat das Konzept Einzug in unser Leitbild gefunden.

Das Oberziel der Arbeit mit dem Konzept BELEV und der Befragung liegt in der langfristig gesicherten Versorgung der BürgerInnen im oberen Murrtal.

Der Engpass lag auch bei uns bei mangelndem Fachpersonal in Pflege und Therapie.

Deshalb war und ist in der folgenden Reihenfolge auch unser Fokus gerichtet auf Mitarbeiter-Bindung, Mitarbeiter-Entwicklung, Mitarbeiter-Gewinnung und langfristiger (mind. 3-5 Jahre) Integration der „Neuen“ ins Team.

Zwischenresümee:

  1. Seit 2013 erhalten wir kontinuierlich Initiativbewerbungen und können notwendige Neueinstellungen teilweise prospektiv vollziehen (Die Bundesweite durchschnittliche Vakanzzeit bis zur Besetzung von Stellen liegt bei rund 6 Monaten).
  2. Unsere Gesundheitsquote ist von 92% dauerhaft auf über 95% angestiegen.
  3. Dauerhafter betriebswirtschaftlicher Erfolg und Oberziel erreicht.

Der Vorteil einer regelmäßigen Mitarbeiterbefragung liegt in der Vergleichbarkeit der Vor- und Folge-Befragungen. Dies sichert den internen Benchmark und läßt Verbindungen zu den durchgeführten Maßnahmen zu.

Daneben gibt es einen externen Benchmark, der die Vergleichbarkeit mit allen teilnehmenden Einrichtungen zulässt.

(Auswertung 2018- Diakonie ambulant)

In obiger Vergleichsmatrix stellten die befragten MitarbeiterInnen, im Vergleich zu 2015, Verbesserungen in 12 Felder fest, was eine hohe Zufriedenheit in den Team´s widerspiegelt.

Mittlerweile haben wir über 50 Mitarbeiterbindungsmaßnahmen entwickelt die auch gelebt werden, beispielhaft seien folgende von den Mitarbeitern als besonders wichtig benannte aufgeführt:

  • Regelmäßige Mitarbeiterbefragung
  • Familienfreundliches Unternehmen mit Prädikat (www.landesfamilienrat.de)
  • Anstellungsdeputate in 5%- Schritten
  • Gutscheine für´s Einspringen
  • Teambildende Veranstaltungen
  • Gelebte gegenseitige Wertschätzung

Ein weiterer Mehrwert in der Befragung liegt in den Fragen zum Arbeitsschutz, auch hier gibt es eine aussagekräftige Auswertung, die dem Arbeitssicherheitsausschuss wertvolle Hinweise gibt:

Fazit:

Die konsequente strategische Ausrichtung des Gesamtbetriebes auf „BELEV- Gesundes Arbeiten gestalten“ führte und führt zu positiven Veränderungen in allen Bereichen unserer Einrichtung.

Ich wünsche allen Einrichtungen, die sich mit o.g. Themen beschäftigen, dass sie den Mehrwert von BELEV im gleichem Ausmaß wie Diakonie ambulant erleben dürfen.

TIP:

Der ab 2020 erhältliche Mitarbeiter-Fragebogen lässt zusätzlich Auswertungen über die Führungskräfte zu und führt zu weiteren Synergieeffekten durch die Auswertung zum Thema „Psychische Gefährdungsbeurteilung“.

1 Fragebogen mit 5 Benefits, dass nennt man wohl modernes und agiles Arbeiten.

Herzlichst
Thomas Nehr, Vorstand von Diakonie ambulant

Nichts als Steine im Weg? Eiszeit auf dem Bereich? Stress im Job?

„Mit uns können Sie reden!“

Wo Menschen sich treffen gibt es unterschiedliche Werte und Meinungen.
Unstimmigkeiten und Konflikte sind normal und gehören zum Alltag. Auch am Arbeitsplatz.

Doch wenn:

  • Konflikte fest gefahren scheinen,
  • Sie sich gekränkt, ausgegrenzt, ausgelacht oder bedroht fühlen,
  • Sie sich den Anforderungen am Arbeitsplatz nicht mehr gewachsen fühlen,
  • Sie nicht mehr abschalten können,
  • Frust, Angst oder Sinnlosigkeit zu Ihrem Arbeitsalltag gehören,
  • Ihre Lebensqualität leidet,

ist es höchste Zeit sich Hilfe zu holen!

„Ich rufe da jetzt an.“

Den ersten Schritt machen Sie, den zweiten überlegen wir gemeinsam. Ein Gespräch gibt oft den Anstoß zur Bewältigung. Wir sind da für Betroffene, Angehörige, Freunde, Kollegen, Betriebsräte und Führungskräfte

Sie

  • hören Ihnen zu
  • haben Verständnis für Ihre Situation
  • suchen gemeinsam mit Ihnen nach Auswegen
  • besprechen mit Ihnen die nächsten Schritte
  • geben Informationen
  • vermitteln Adressen von Fachleuten

Konflikthotline

Jede Beratung ist anonym und vertraulich.
Telefonnummer: 0180/ 266 224 64*
Sie erreichen die Konflikthotline zu folgenden Zeiten:
 Montag: 10-19 Uhr
Dienstag: 12-19 Uhr
Mittwoch: 19-21 Uhr
Donnerstag: 12-19 Uhr
Freitag: 10-14 Uhr

*Ein Anruf kostet Sie einmalig 6 Cent aus dem deutschen Festnetz und max. 42 Cent/Minute aus dem Mobilfunknetz. In den Schulferien ist die Hotline eingeschränkt erreichbar.

Mehr Power im Job

Online-Coach der BKK-Diakonie zum gesunden Arbeiten

Wissen Sie, wie gesund Ihr Berufsalltag ist? Beim gesunden Arbeiten spielen verschiedene Dinge eine Rolle, gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung sind wichtig, aber auch Büroausstattung, kleine Denkpausen und ein gesundes Arbeitsklima sind wichtig, um Ihre Gesundheit dauerhaft im Job zu erhalten.

©Fotolia: lkunl

Die BKK-Diakonie hat hierfür einen kostenlosen Online-Coach entwickelt, der Sie zwei Wochen lang kostenlos begleitet und Ihnen rund um das Thema „Mehr Power im Job“ viele Tipps, die sich schnell und einfach in den Arbeitsalltag integrieren lassen. Außerdem gibt es einen Selbsttest, bei dem Sie rausfinden, wie gesund Ihr Berufsleben ist und wo eventuell Handlungsbedarf besteht. Außerdem finden Sie Artikel über gesunde Ernährung im Joballtag, damit Sie besser und konzentrierter Abreiten können und weniger anfällig für Stress sind.

Hier finden Sie den Online-Coach sowie den Selbsttest und den Artikel der BKK Diakonie.

Ich wünsche dir die Kraft,
neue Wege guten Mutes
voranzuschreiten.
Irischer Segenswunsch