2. Türchen

Mitarbeitergesundheit gegen Personalmangel

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In unserem diesjährigen Adventskalender möchten wir uns dem Thema gesundes Arbeiten gestalten widmen.

Seit nunmehr vier Jahren steht das Thema Mitarbeitergesundheit ganz oben auf der Agenda der Diakonie in Baden-Württemberg. Partner wurden gesucht, Projekte ins Leben gerufen mit dem Ziel, ein professionelles Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) aufzubauen. Dabei wurden Methoden entwickelt, von denen Einrichtungen und Dienste in der Diakonie lernen und eigene BGM-Modelle entwickeln können. Kernstück ist das Kompetenznetzwerk Gesundheit beim Diakonischen Werk Baden. Für seine erfolgreiche Arbeit wurde es 2018 mit dem Demografie Exzellenz Award ausgezeichnet. Das erste mehrjährige Projekt geht nun seinem Ende entgegen und ein neues steht in den Startlöchern.

Mögen Zeichen an der Straße
Deines Lebens sein,
die Dir sagen, wohin Du
auf dem Wege bist.
Mögest Du die Kraft haben,
die Richtung zu ändern,
wenn Du die alte Straße
nicht mehr gehen kannst.
Irischer Segenswunsch

1. Türchen

Erster Advent – ein Weihnachtsmärchen

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Heute haben wir für Sie zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit und unseren diesjährigen Adventskalender eine Märchen für Sie. Es handelt sich nicht direkt um eine Weihnachtsgeschichte, allerdings ist der Geist der Weihnacht definitiv in dem Märchen enthalten. Das Märchen „Die Sterntaler“ ist von den Gebrüdern Grimm.

Es war einmal ein kleines Mädchen, dem waren Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen, und kein Bettchen mehr hatte, darin zu schlafen, und endlich gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz geschenkt hatte. Es war aber gut und fromm.
Und weil es so von aller Welt verlassen war, ging es im Vertrauen auf den lieben Gott hinaus ins Feld. Da begegnete ihm ein armer Mann, der sprach: „Ach, gib mir etwas zu essen, ich bin so hungrig.“
Es reichte ihm das ganze Stückchen Brot und sagte: „Gott segne es dir“ und ging weiter.
Da kam ein Kind, das jammerte und sprach: „Es friert mich so an meinem Kopfe, schenk mir etwas, womit ich ihn bedecken kann.“ Da nahm es seine Mütze ab und gab sie ihm.
Und als es noch eine Weile gegangen war, kam wieder ein Kind und hatte kein Leibchen an und fror, da gab es ihm seins; und noch weiter, da bat eins um ein Röcklein, das gab es auch von sich hin.
Endlich gelangte es in einen Wald, und es war schon dunkel geworden, da kam noch eins und bat um ein Hemdlein, und das fromme Mädchen dachte: „Es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand, du kannst wohl dein Hemd weggeben“ und zog das Hemd ab und gab es auch noch hin.
Und als es so stand und gar nichts mehr hatte, fielen auf einmal die Sterne vom Himmel, und es waren lauter blanke Taler. Und obwohl es doch sein Hemdlein weggegeben hatte, so hatte es nun ein neues an, und das war vom allerfeinsten Linnen. Da sammelte es sich die Taler hinein und war reich für sein Lebtag.

Gebrüder Grimm

Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern.
Epheser 5,19

Achtsame Kommunikation

Gastbeitrag von Martina Künstner

Achtsame Kommunikation ist ein hilfreiches Mittel für eine gute Zusammenarbeit im Team und zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden. Sie hilft dabei einander zuzuhören, aussprechen zu lassen, wertschätzend miteinander umzugehen und somit auch Missverständnisse zu vermeiden. 

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Die achtsame Kommunikation wird unterteilt in achtsames Sprechen und achtsames Zuhören. Dabei ist jeweils ein Anteil der Aufmerksamkeit bei sich selbst und ein weiterer Anteil beim Anderen.

Übungsvorschlag

Achtsames Zuhören und achtsames Sprechen im Rahmen einer kollegialen Beratung: Ein Team trifft sich zu einer kollegialen Beratung. Eine Person bringt ihren Fall vor, ohne unterbrochen zu werden. Alle versuchen achtsam zuzuhören.  Fragen werden anschließend geklärt. Im nächsten Schritt diskutieren die KollegInnen den Fall, der Fallbringer hört nun achtsam zu. Nach einer Runde der Abklärung werden von den KollegInnen Lösungen erarbeitet; der Fallbringer hört wieder achtsam zu ohne zu unterbrechen. Anschließend gibt der Fallbringer Feedback zu den Lösungsideen. Die Zeiten – 5-10 Minuten für jeden Punkt – werden vorher vereinbart. Es findet jeweils ein Wechsel im achtsamen Reden und achtsamen Zuhören statt. Dem Impuls spontan etwas dazu zu sagen wird nicht nachgegeben.

Übung aus „Demografischer Wandel in der Sozialwirtschaft“ Dieter Kaufmann, Kornelius Knapp (Hrsg.), Seite 215, „Gesunde und zufriedene Mitarbeitende“ Thomas Nehr, Martina Künstner

Das Reich Gottes steht nicht in Worten, sondern in Kraft.
1.Korinther 4,20

Achtsames Gehen

Gastbeitrag von Martina Künstner , Diakonie Württemberg e.V.

Neben der Atemachtsamkeit gibt es viele weitere Möglichkeiten, Achtsamkeit zu üben und in den Alltag zu integrieren. Eine für den Arbeitsalltag sehr nützliche Form  ist das achtsame Gehen.

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Beim achtsamen Gehen ist die Aufmerksamkeit bei der Bewegung des Körpers und der daraus resultierenden Körperempfindungen. Die Aufmerksamkeit kann zum Beispiel in die Fußsohlen gelenkt werden, so dass bei jedem Schritt bewusst erspürt wird, wie die Fußsohle sich abrollt, der Fuß angehoben wird, dabei der Druck auf den Boden nachläßt, wie der Fuß nach vorne bewegt wird, sich wieder senkt und auf dem Boden aufsetzt.

Übungsvorschlag

Wenn Sie morgens zur Arbeit gehen, entscheiden Sie sich bewusst für ein paar Minuten achtsames Gehen. Hierfür eignen sich Strecken, die Sie sowieso gehen – also zum Beispiel der Weg von der Bushaltestelle oder dem Parkplatz zu Ihrem Arbeitsplatz. Achten Sie darauf, dass Sie ganz bewusst im gegenwärtigen Augenblick und beim Erspüren der Gehbewegungen sind und nicht in Gedanken schon die Arbeitsaufträge des Tages durchgehen.

Auch im Laufe des Tages können Sie immer wieder kleine Einheiten mit achtsamem Gehen durchführen – beim Gang zum Kopierer, zu einem Patienten oder Klienten, zur Teeküche…

Auf diese Weise verschaffen Sie ihrem Geist kleine Erholpausen im Alltag.

Martina Künstner

Im Fundbüro

Kurzgeschichte über die Hoffnung

Heute haben wir wieder eine Kurzgeschichte für Sie, die Sie zum Nachdenken anregen soll. Die Kurzgeschichte „Im Fundbüro“ wurde von Tania Konnerth geschrieben.

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Eines Tages stand die Hoffnung vor dem Schalter des Fundbüros.
„Hier sammeln Sie doch Dinge, die verloren wurden, richtig?“ fragte die Hoffnung.
Der Mann am Schalter nickte.
„Gut, dann bin ich hier richtig – man hat mich verloren.“
„Aber“, sagte der Mann am Schalter, „es kommen nicht viele Menschen ins Fundbüro.“
„Selbst dann nicht, wenn sie etwas vermissen?“
„Selbst dann nicht.“
„Obwohl alle wissen, dass Verlorenes hier aufbewahrt wird?“
„Ja, obwohl sie das wissen.“
„Aber warum denn nicht?“, fragte die Hoffnung.
„Tja“, sagte der Mann, „das liegt wahrscheinlich daran, dass die Menschen die Hoffnung verloren haben, dass jemand das Verlorene abgeben wird.“

Tania Konnerth

Siehe, ich will mich meiner Herde selbst annehmen und sie suchen.
Hesekiel 34,11

Was ist Achtsamkeit?

Gastbeitrag von Martina Künstner, Diakonisches Werk Württemberg e.V.

Achtsam sein bedeutet den gegenwärtigen Augenblick bewusst zu erleben – ohne ihn zu bewerten oder zu beurteilen und ohne in Gedankengängen verloren zu gehen. Im Gegensatz zur Aufmerksamkeit ermöglicht die Achtsamkeit eine tiefere Ebene der Präsenz, die zu innerer Stille und geistiger Klarheit führt.
Wir können die Achtsamkeit nach außen lenken, auf die bewusste Wahrnehmung unserer Mitmenschen und der Umwelt oder wir können sie nach innen lenken, auf die eigenen Körperempfindungen, Gefühle und Gedanken.

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Um Achtsamkeit in unserem Leben zu verankern ist es sinnvoll, sich regelmäßig Zeit für eine Meditationseinheit zu nehmen, bei der wir die Aufmerksamkeit auf den Atem lenken (Empfehlung: täglich 10 – 20 Minuten).  

Übung: Die Atem-Meditation

Nehmen Sie eine angenehme, entspannte und dennoch aufrechte Sitzhaltung ein – auf dem Stuhl, dem Meditationsbänkchen oder dem Meditationskissen. Wenn es Ihnen angenehm ist, so können Sie die Augen schließen, ansonsten lassen Sie die Augen etwas geöffnet und schauen entspannt auf den Boden oder in die Ferne.

Dann spüren Sie in den Körper hinein. Nehmen Sie wahr, wo der Körper Berührungskontakt hat – am Gesäß, an den Beinen, an den Händen. Vielleicht können Sie hier noch Spannungen lösen, die im Moment nicht erforderlich sind.

Nun gehen Sie mit der Aufmerksamkeit zum Rücken. Hat die Wirbelsäule eine angenehme Aufrichtung?

Wenn Sie auf diese Weise in einer guten Sitzhaltung angekommen sind und Ihre Achtsamkeit im Körper verankert haben, lenken Sie die Aufmerksamkeit auf den Atem. Wo im Körper können Sie die Atembewegung spüren. Ist sie vielleicht durch das Heben und Senken der Bauchdecke spürbar? Oder dadurch, dass der Brustkorb sich weitet und wieder verengt? Vielleicht ist der Atem auch an einer anderen Stelle des Körpers besonders gut zu spüren – zum Beispiel durch einen Windhauch an der Nase. Wo im Körper nehmen Sie den Atem am deutlichsten wahr?

Nun wählen Sie den Bereich aus, an dem Sie die durch den Atem hervorgerufenen Körperempfindungen am deutlichsten spüren können und bleiben mit der Aufmerksamkeit in diesem Bereich.

Falls es dem Geist schwer fällt beim Erspüren des Atems zu bleiben, können Sie die Atembewegung auch mit den Worten „Ein“ und „Aus“ oder „Heben“ und „Senken“ begleiten.

Gedanken, Geräusche, Empfindungen, innere Bilder oder Gefühle kommen und gehen wieder. Manchmal werden Sie dadurch in Geschichten hineingezogen. Sobald Sie sich dessen bewusst werden, können Sie eine kurze innere Notiz davon machen, ihnen ein Etikett geben wie zum Beispiel „Denken“ oder „Hören“ und dann kehren Sie wieder zum Erspüren des Atems zurück.

Immer wieder kehren Sie sanft zum Atemempfinden zurück.

Martina Künstner, November 2019

Energieräuber erkennen und beseitigen

Wie Sie Ihre ToDo-Liste auch umsetzen können

Sie kennen das bestimmt, es gibt Dinge, die wir erledigen müssen, aber noch nicht umgesetzt haben, weil wir sie oft zu lange vor uns herschieben. Diese Blocker sind ziemliche Energieräuber, weil wir sie trotzdem nicht streichen können und sie weiter in unserem Kopf herumschwirren.

Oft haben wir eine Art „Angst“ in uns, die uns daran hindert, sich den Dingen anzunehmen. Diese „Angst“ muss an die Hand genommen werden und die Dinge müssen erledigt werden. Sie wird nicht von alleine weggehen. Hier empfiehlt es sich, diese Angst als Energie anzusehen und als Antrieb zu nutzen. Und wenn die Dinge in Angriff genommen worden sind, fühlen wir uns richtig befreit.

Allerdings sind es auch häufig kleinere Dinge, die wir lange nicht gemacht haben und die wieder angefangen werden müssen in unser tägliches Leben zu integrieren. Gerade bei Sport fällt es nach längerer Auszeit oft schwer, wieder damit anzufangen. Häufig auch, weil es nicht die höchste Priorität in unserem Leben hat.

Hier sollten Sie sich immer fragen, wie es sich anfühlen würde, wenn Sie solche Dinge von Ihrer ToDo-Liste streichen würden. Und sich fragen, was genau Sie daran hindert, es zu tun.

Mögest du dir die Zeit nehmen,
die stillen Wunder zu feiern,
die in der lauten Welt
keine Bewunderer haben.
Irischer Segenswunsch

Achtsamkeitsübung

Achtsam essen

Heute haben wir wieder eine kleine Achtsamkeitsübung für Sie. Achtsamkeit lässt sich trainieren, ob beim Atmen, beim Innehalten oder auch beim Essen.

Um achtsam essen zu trainieren, eignet sich besonders das Frühstück oder Mittagessen. Versuchen Sie vor dem Essen in sich hinein zu spüren. Haben Sie Appetit oder Hunger? Wie ist die richtige Haltung für Sie am Tisch? In welcher Stimmung setzen Sie sich an den Tisch?

Schauen Sie sich Ihr Essen an, wie sieht es aus? Wie setzt es sich zusammen? Wie riecht es? Konzentrieren Sie sich anschließend auf das Essen, beobachten Sie, wie Sie Ihr Essen an den Mund führen, wie es schmeckt und wie es sich im Mund anfühlt. Versuchen Sie bewusst und langsam zu kauen.

Sobald Sie fertig mit Essen sind, fühlen Sie nochmal in sich hinein, wie fühlen Sie sich jetzt? Sind Sie satt? Fühlen Sie sich gut?

Danket dem HERRN und rufet an seinen Namen; verkündigt sein Tun unter den Völkern!
Psalm 105,1

Schlau durch Sport

Wie Sport das Gehirn stärkt

Sport tut uns gut, er hilft und gesund zu bleiben, Stress abzubauen und auf unsere Linie zu achten. Außerdem hilft Sport, einen guten Ausgleich zum Berufsalltag zu haben. Aber Sport hilft auch, geistig fit zu bleiben.

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Studien der Wissenschaftler der Boston University School of Medicine haben herausgefunden, dass bei körperlicher Aktivität, die Gehirnleistung deutlich besser ist – und das in jedem Alter. Das heißt, dass auch ältere Menschen, die sich sportlich betätigen, kognitiven Aufgaben wesentlich besser gewachsen sind als Menschen, derselben Altersstufe, die keinen Sport betreiben.

Regelmäßiger Sport bzw. Training sind wichtig, egal, in welchem Alter. Fast jedes Fitnessstudio bietet heutzutage für alle Altersklassen Kurse an, z.B. Seniorenfitnesszirkel und Lungensport. Auch regelmäßiges Schwimmen ist in jedem Alter machbar und förderlich für die Gesundheit.

Und wenn keine Zeit für das Fitnessstudio, Schwimmbad oder andere Kurse bleibt, lassen sich auch gut zuhause ein paar Gymnastikübungen einplanen. Auch Yoga lässt sich super von zu Hause aus machen. Oder fahren Sie, wenn möglich, statt mit dem Auto auch mal mit dem Fahrrad zur Arbeit.

Mögen Zeichen an der Straße
Deines Lebens sein,
die Dir sagen, wohin Du
auf dem Wege bist.
Mögest Du die Kraft haben,
die Richtung zu ändern,
wenn Du die alte Straße
nicht mehr gehen kannst.
Irischer Segenswunsch

Verspannte Schultern

Was hilft gegen verspannte Schultern?

Fast jeder, der im Büro arbeitet, kennt das Problem von schmerzenden Schultern. Doch die gute Nachricht ist, Sie können bereits während der Arbeitszeit regelmäßig was dagegen tun. Wir haben hier zwei kleine Workouts für den Arbeitsplatz, die nur ein paar Minuten Zeit kosten.

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Setzen Sie sich aufrecht hin und lassen Sie Ihre Schultern mehrmals vorwärts und rückwärts kreisen. Dadurch werden Verspannungen gelockert.

Eine weitere kurze Übung ist:
– Schultern nach vorn bewegen
– danach Schultern anheben und nach hinten bewegen und dabei einatmen
– dann lassen Sie Ihre Schultern fallen und atmen dabei aus
– Wiederholen Sie diese Übung drei bis vier Mal

Außerdem ist es hilfreich, bei der Arbeit darauf zu achten, die Schultern nicht dauerhaft hängen zu lassen und die Schultern nicht zu verkrampfen.

Lasst uns dem nachstreben, was zum Frieden dient und zur Erbauung untereinander.
Römer 14,19