12. Türchen

Gesundes Arbeiten – Statements aus den Einrichtungen

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Viele Erkenntnisse haben Andrea Lutz und Klaus Herberts, Diakoniestation Neuenbürg/ Engelsbrand, durch BELEV 2.0 bekommen. Oft sind es nicht die konkreten Maßnahmen sondern die Arbeit an der eigenen Haltung und der Haltung der Mitarbeitenden. Der Fokus sollte auch immer auf den Dingen liegen, die gut laufen und nicht auf den Dingen, die noch besser werden können.

Auch bei der Teamentwicklung wurde viel verbessert und verändert. Das Betriebsklima hat sich nachhaltig verbessert und auch Bewerber spüren das, so wirkt sich dies auch die Fachkräftesicherung positiv aus. Ebenso geben Kunden viel positives Feedback.

11. Türchen

Gesundes Arbeiten – Statements aus den Einrichtungen

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Wichtige Erkenntnisse waren von Andreas Walter und Heike Schwämmle, Theo-Lorch-Werkstätten gGmbH , dass die Leitungen hinter BELEV 2.0 – Gesundes Arbeiten gestalten stehen muss, um was nachhaltig zu verändern bzw. bewirken zu können. Außerdem braucht es professionelle Unterstützung, die Mitarbeiter müssen mit eingebunden werden und auch regelmäßig informiert werden.

Bei Ihnen wurde durch das BELEV 2.0 – Gesundes Arbeiten gestalten Projekt ein Betriebliches Gesundheitsmanagement aufgebaut. Dadurch wurden z.B. persönliche Gesundheitsbudgets eingeführt.

10. Türchen

Gesundes Arbeiten – Statements aus den Einrichtungen

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Wie sind die Teilnehmenden Einrichtungen des Projekts BELEV 2.0 vorgegangen? Was wurde erreicht? Und was für Veränderungen hat BELEV 2.0 bewirkt? Wurden die gesteckten Ziele erreicht?

Das haben wir teilnehmende Einrichtungen am Gesundheitskongress 2019 gefragt. Hier finden Sie die Antworten von Juliane Rehfuß aus der Sozialstation Steinlach-Wiesaz. Wichtig war Ihr die Dringlichkeit bei den Mitarbeiten zu wecken und sich gemeinsam auf den Weg mit allen Mtarbeitenden zu machen.

9. Türchen

BELEV – ein Konzept für organisationales Lernen

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Gesundes Arbeiten nimmt Gestalt an, wenn alle betrieblichen Akteure lernen die Prinzipien der Salutogenese auf die Handlungsfelder von Belev anzuwenden. Also z.B. die Rahmenbedingungen der Arbeit, das Miteinander im Team, die Unternehmenskultur oder gar das eigene Verhalten zu überdenken und entsprechend der eigenen Einflussmöglichkeit im Sinne der salutogenetischen Prinzipien Veränderungen anzuregen oder in die Wege zu leiten. Eine Voraussetzung dafür ist, dass die Idee und die theoretischen Grundlagen des Konzepts möglichst allen bekannt sind und einleuchten.

Dabei sind auf zwei Ebenen jeweils Lernprozesse zu unterstützen:

  • Zum einen muss jeder und jede selbst dafür sorgen können, dass er/sie bei der Arbeit Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit findet und das eigene Gefühl der Stimmigkeit zum Tragen kommt. Das wird nur erreicht, wenn Mitarbeitende selbstverantwortlich und selbstgesteuert lernen und im Anschluss an ihr bisheriges Wissen und Können erkennen, was für sie und für andere im Unternehmen gut ist.
  • Zum anderen geht es um ein organisationales Lernen. Dazu sollen alle betrieblichen Akteure in den fünf Handlungsfeldern den salutogenetischen Erkenntnissen entsprechende Veränderungen anregen und auf diese Weise an dem kontinuierlichen Verbesserungsprozess für gesundes Arbeiten insgesamt mitwirken. In welchen Feldern der BELEVMatrix es konkrete Verbesserungsmöglichkeiten beziehungsweise -bedarfe gibt, muss im Einzelfall und für die jeweiligen Situationen und Kontexte festgestellt werden.

von Dorothee Schad

8. Türchen

2. Adventsonntag

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2. Advent – Ein Weihnachtsgedicht von Angelika Adams

Der zweite Sonntag im Advent
Die zweite Kerze heute brennt.
Mit der ersten Kerze Schein,
möchte sie vereinigt sein.

Zwei Kerzen leuchten still und hell.
Die Zeit der Weihnacht geht so schnell.
Die Kinder steh´n vor den Schaufenstern still.
Weil jedes doch was haben will.

Zwei Kerzen leuchten uns nun zu.
Sie verstrahlen eine Ruh´.
In weißen oder bunten Farben.
Geben alles was sie haben.

Autor: Angelika Adams

Möge die Liebe Gottes wie eine Kerze
in deinem Herzen brennen –
leuchtend und wärmend!
Irischer Segenswunsch

7. Türchen

Was meint das Gefühl der Stimmigkeit (sense of coherence)?

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Für Antonovsky ist das Gefühl der Kohärenz eine Art inneres Erleben von Stimmigkeit, die durch drei Komponenten bestimmt ist: die Verstehbarkeit, die Handhabbarkeit und die Sinnhaftigkeit im Sinne von Bedeutsamkeit. Verstehbarkeit beschreibt das Ausmaß, in welchem man Dinge, mit denen man zu tun hat, kognitiv als geordnete und klare Informationen aufnehmen kann.  Also das Menschen das, was ihnen begegnet, einordnen und für sich erklären können. Die zweite Komponente des Stimmigkeitsgefühls ist die Handhabbarkeit. Sie beschreibt das Ausmaß, in dem man wahrnimmt geeignete Ressourcen zur Verfügung zu haben, um den Anforderungen zu begegnen zu können. Handhabbarkeit bedeutet also Handlungsfähigkeit, für die die emotionale Gewissheit, „ich kann eine Situation bewältigen“. Man erlebt sich nicht als Opfer von Situationen, sondern kann mit den Gegebenheiten umgehen. Die dritte Komponente, die Bedeutsamkeit, repräsentiert für Antonovsky das „motivationale Element“. Für das, was einer Person am Herzen liegt, was für sie Sinn ergibt, engagiert sie sich. Die Bedeutsamkeit beschreibt in welchem Ausmaß, in dem man es für wert hält, dass man Energie in sie investiert und sich für sie einsetzt. Die motivationale Komponente, also ob etwas sinnvoll erscheint, ist die wichtigste für das Gefühl der Stimmigkeit. Es gibt eine Korrelation zwischen der Stärke des Stimmigkeitsgefühls und der Auflösung von bedrängenden Spannungen beziehungsweise Anforderungen.

Je höher das Stimmigkeitsgefühl, desto besser kann jemand eine Situation bewältigen. Das Kohärenzgefühl bestimmt also wesentlich die Art, wie gut ein Mensch „im Fluss des Lebens schwimmen“ kann. Je höher das Kohärenzgefühl desto besser besteht eine Person Herausforderungen. Je  weniger ausgeprägt diese Gefühl ist, desto hoffnungsloser sieht sich eine Person Belastungen ausgeliefert.

Antonovsky spricht aber nicht nur von individuellen Ressourcen. In der Metapher des Flusses gesprochen geht es nicht nur darum darum, die individuellen Fähigkeiten zum Schwimmen zu optimieren, sondern auch Flussläufe so zu gestalten, dass schlechte Schwimmern nicht untergehen sondern vorankommen können. Anders ausgedrückt, es geht nicht nur um die individuelle Stärkung des Kohärenzgefühls sondern auch um eine gute Gestaltung der Umwelt, im Fall von Belev um die Gestaltung der Rahmenbedingungen der Arbeit. „

von Dorothee Schad

6. Türchen

Nikolaus – Wussten Sie schon?

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Heute ist Nikolaustag, für die meisten Erwachsene wahrscheinlich nicht mehr ganz so wichtig, für Kinder aber natürlich ein ganz besonderer Tag.

Wussten Sie schon, dass ursprünglich die Weihnachtsbescherung am Nikolaustag stattfand? Erst nach der Reformation wurde die Bescherung auf den Heiligabend verschoben.

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Wussten Sie schon, dass der Brauch des nächtlichen Befüllens von Schuhen auf eine Legende um drei Töchter eines armen Mannes zurückgeht?

Wussten Sie schon, dass die Bauernregel für den 6.12. besagt, wenn es an Nikolaus regnet, wird der Winter streng?

Und wussten Sie schon, dass in Spanien und Finnland der Nikolaustag ein Feiertag ist?

Gelobt sei der Herr täglich. Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch.
Psalm 68,20

5. Türchen

Worum geht es bei der Salutogenese?

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Man stelle sich vor, Menschen leben (und arbeiten) in einem mehr oder weniger wilden und gefährlichen Fluss, in dem viele unterzugehen drohen. Dann stellt sich die Frage, was auf Dauer wirkungsvoller wäre: die Einzelnen mit aufwendigen Rettungsmaßnahmen am Leben zu erhalten oder ihnen Schwimmen beizubringen? Ersteres, nämlich Ertrinkende mit aufwendig organisierten Rettungsbemühungen aus dem Fluss zu holen, ist das Feld der herkömmlichen Medizin. Demgegenüber wollte der Sozialmediziner Aaron Antonovsky mit seinem Konzept der Salutogenese – im Bild bleibend – auf die Frage Antwort geben, wie Menschen gute Schwimmer werden. Er beschäftigte sich mit der Frage, wie und unter welchen Bedingungen Gesundheit entsteht und was Menschen gesund erhält angesichts dessen, dass Leben immer auch mit Belastungen und Widrigkeiten einhergeht, dass Leid und Tod unvermeidbar sind. Zentrale Erkenntnisse von ihm sind folgende:

  • Belastungen, Stress, Widrigkeiten und auch Lebenskrisen gehören zum Leben.
  • Zwischen Gesundheit und Krankheit gibt es keine scharfen Grenzen, sondern ein Kontinuum.
  • Menschen über allgemeine Widerstandsressourcen verfügen, weshalb Spannungen grundsätzlich auflösbar sind und Stress bewältigbar.
  • Angesichts von Stress und Belastungen liegt eine spezielle Ressource in dem individuelle Gefühl von Stimmigkeit (sense of coherence).

von Dorothee Schad

4. Türchen

BELEV 2.0 – Was hat man erreicht und was gelernt?

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Etwa 50 Einrichtungen haben sich auf den Weg gemacht. Viele Mitarbeitende und Führungskräfte wurden qualifiziert, Organisationsentwicklungsprojekte durchgeführt, Inhouse-Seminare, Trainings und offene Veranstaltungen. Gelernt haben wir, dass die Rahmenbedingungen in Organisationen sehr unterschiedlich sind.

Trotz der Unterschiedlichkeit war für viele das Thema Haltung ein sehr zentrales. In sozialen Berufen steht der Dienst am Nächsten im Vordergrund. Dies führt oft dazu, dass die Selbstsorge vernachlässigt wird und Ausbrennen die Folge ist. An vielen kleinen Themen, wie das Arbeiten trotz Krankheit oder die Einhaltung von Pausen, konnte verdeutlicht werden, dass, wenn Mitarbeiter gut für sich selbst sorgen können, sie auch langfristig gut für ihre Klienten da sind.

Neben den persönlichen Haltungsfragen gibt es viele spiegelbildliche Kulturen in der Organisation. So gilt es zu vermeiden, dass das Einspringen zur Regel wird, weil der Dienstplan Lücken aufweist oder die Pause auch wirklich genommen werden kann und die Betreuung in der Gruppe von anderen Mitarbeitenden übernommen wird.
von André Peters, Diakonie Baden e.V.

3. Türchen

Belev – ein Schlüssel zum gesunden Arbeiten

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Ein zentraler Bestandteil von BELEV ist die Implementierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses im Hinblick auf alle betrieblichen Handlungsfelder, die die Gesundheit von Mitarbeitenden beeinflussen. Zusätzlich zu diesem Verbesserungsprozess, dessen langfristige Durchführung durch entsprechende Beauftragungen zu sichern ist, gehören zum BELEV-Kreislauf unternehmensweite Lernprozesse, die initiiert und ermöglicht werden müssen. Alle betrieblichen Akteure lernen, wie die Erkenntnisse der Salutogenese in Bezug auf das eigene Handeln beachtet und zur Geltung gebracht werden können. Auf diese Weise ist es möglich, auf allen Ebenen gesundes Arbeiten zu lernen und neue Ressourcen für die soziale Arbeit zu erschließen. Das In-Gang-Setzen dieses Lernprozesses bestimmt nachhaltig die Haltung und das Verhalten der Akteure und ist wesentlich für den Erfolg der Konzeptumsetzung.