Finanzierungsmöglichkeiten für Gesundes Arbeiten in der Einrichtung

Warum sich jeder cent lohnt!

Im Juni 2018 hat Judith Bennewitz eine Aufstellung der verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten bzw. Bezuschussungen von Gesundem Arbeiten/ betrieblichen Gesundheitsmanagement neben dem laufenden Projekt „Belev 2.0 – Gesundes Arbeiten gestalten“ im Teilprojekt 4 dieses Belev-Projektes zusammengetragen. Diese Übersicht können Sie hier downloaden.

Eine der Bezuschussung ist das Programm:
Unternehmenswert Mensch plus (UWM plus)

BGM-Finazierung
© pixaby.com: Nattanan Kanchanaprat

Lohnt sich die Fianzierung von „Gesundem Arbeiten“?

Ja.

In der Literatur besteht ein Konsens, dass sich betriebliche Maßnahmen der Gesundheitsförderung für alle Einrichtungen/Unternehmen auszahlen, indem Krankheitskosten gesenkt und die Fehlzeiten am Arbeitsplatz reduziert werden sowie die Mitarbeiterzufriedenheit steigt. Verschiedene Studien (AOK, BKK Bundesverband – Gesundheitsreport 2011; Christiane Meierl, Roland Stähli, Thomas Szucs ; Rainer Thiehoff, Juhani Ilmarinen) belegen schon seit langer Zeit, dass von einem Kosten-Nutzen-Verhältnis von 1:2,3 bis 1:5,9 auszugehen ist. Ähnlich verhält es sich auch mit den Einsparungen durch AU-Tage (1:2,5 bis 1:10,1).

Thomas Nehr, Vorstand Diakonie ambulant – Gesundheitsdienste Oberes Murrtal e.V hat sich seit über 8 Jahren mit dem Konzept von Belev auf den Weg gemacht. Was seine Beweggründe und Motivation ist, erzählt er im Video:

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht steht das Kosten-Nutzen-Verhältnis eines Unternehmens, das über die gesundheitsfördernden Maßnahmen entscheidet, auch bei Wohlfahrtverbänden im Mittelpunkt. „So ist hinsichtlich Sicherheit und Gesundheit ratsam, aktiv zu werden, wenn die Kosten der Prävention geringer sind als der wirtschaftliche Schaden, der durch eine Erkrankung zu erwarten ist.“ (Rainer Thiehoff)

Die Herausforderung von Investitionen in die Gesundheit besteht darin, dass der wirtschaftliche Nutzen schwierig zu messen ist, weil Prävention auf Verhinderung von Ereignissen abzielt. Auf der Nutzenseite müssen die nicht eingetretenen Ereignisse bewertet werden. Gerade der positive Effekt durch den nicht-monetären Nutzens auf das Unternehmen ist schwierig zu messen, trägt aber einen wesentlichen Teil zu seinem Erfolg bei. Dabei hängen die indirekten Kosten eng mit der nicht geleisteten Arbeitszeit zusammen, während die direkten Kosten durch die Behandlung und Rehabilitation entstehen.  Ein weiteres Problem ist die Messung der Zeitspanne der Maßnahmen und der möglichen Resultate.

Die Prävention muss strategisch geplant werden und zeigt erst einen späten Erfolg, beispielsweise durch den Rückgang der AU-Tage, Auswirkungen auf die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter, veränderte Unternehmenskultur, Inititaivbewerbungen, etc..

Seien auch Sie Teil des Kompetenznetwzerk Gesundheits und nehmen Teil am „Projekt Belev 2.0 – Gesundes Arbeiten gestalten“:

Literaturauszüge:

  • AOK: BGF und BGM zahlen sich aus
  • AOK: Broschüre.
  • BKK Bundesverband (Hg.) (BKK): BKK Gesundheitsreport 2011. Zukunft der Arbeit, Essen, 2011.
  • BKK Bundesverband (Hg.): iga. Report 13. Wirksamkeit und Nutzen betrieblicher Gesundheitsförderung und Prävention. Zusammenstellung der wissenschaftlichen Evidenz 2000 bis 2006, 2008.
  • Meier, Christiane; Stähli, Roland; Szucs, Thomas: Ökonomische Nutzen und Kosten populationsbezogener Prävention und Gesundheitsförderung. Cost and Benefit Analysis of Population-Based Disease and Accident Prevention and Health Promotion in: Gesundheitsökonomie und Qualitätsmanagement, Heft 11, Stuttgart, New York, 2006, 168-175.
  • Thiehoff, Rainer: Wirtschaftlichkeit des betrieblichen Gesundheitsmanagement – zum Return on Investment der Balance zwischen Lebens- und Arbeitswelt in: Meifert, Matthias; Kesting, Mathias (Hg.): Gesundheitsmanagement im Unternehmen. Konzept Praxis Perspektive, Berlin, Heidelberg, New York, 2004.

 

Das Projekt „BELEV – Gesundes Arbeiten gestalten“ wird im Rahmen des „Rückenwind+“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.