Achtsames Gehen

Gastbeitrag von Martina Künstner , Diakonie Württemberg e.V.

Neben der Atemachtsamkeit gibt es viele weitere Möglichkeiten, Achtsamkeit zu üben und in den Alltag zu integrieren. Eine für den Arbeitsalltag sehr nützliche Form  ist das achtsame Gehen.

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Beim achtsamen Gehen ist die Aufmerksamkeit bei der Bewegung des Körpers und der daraus resultierenden Körperempfindungen. Die Aufmerksamkeit kann zum Beispiel in die Fußsohlen gelenkt werden, so dass bei jedem Schritt bewusst erspürt wird, wie die Fußsohle sich abrollt, der Fuß angehoben wird, dabei der Druck auf den Boden nachläßt, wie der Fuß nach vorne bewegt wird, sich wieder senkt und auf dem Boden aufsetzt.

Übungsvorschlag

Wenn Sie morgens zur Arbeit gehen, entscheiden Sie sich bewusst für ein paar Minuten achtsames Gehen. Hierfür eignen sich Strecken, die Sie sowieso gehen – also zum Beispiel der Weg von der Bushaltestelle oder dem Parkplatz zu Ihrem Arbeitsplatz. Achten Sie darauf, dass Sie ganz bewusst im gegenwärtigen Augenblick und beim Erspüren der Gehbewegungen sind und nicht in Gedanken schon die Arbeitsaufträge des Tages durchgehen.

Auch im Laufe des Tages können Sie immer wieder kleine Einheiten mit achtsamem Gehen durchführen – beim Gang zum Kopierer, zu einem Patienten oder Klienten, zur Teeküche…

Auf diese Weise verschaffen Sie ihrem Geist kleine Erholpausen im Alltag.

Martina Künstner